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Deutsch-Französischer Jugendliteraturpreis geht an Lucia Zamolo, Chloé Guidoux und Claire Martha

Gestern wurde zum zwölften Mal der Deutsch-Französische Jugendliteraturpreis verliehen. Der Chef der saarländischen Staatskanzlei David Lindemann und die Honorarkonsulin Myriam Bouchon haben die Preise – in diesem Jahr in der Kategorie Sachbuch – in der saarländischen Staatskanzlei überreicht. Ausgezeichnet wurden Lucia Zamolo aus Deutschland für Und dann noch… das andere Bein heben. Wie Stress weniger stresst, fast ohne Toxic Tipps! (Bohem) sowie  Chloé Guidoux und Claire Martha aus Frankreich für Quand l’art passe à table (Thierry Magnier).

Aus der Jurybegründung für die Auszeichnung von Lucia Zamolo: „ … Letztlich entsteht ein neuer Buchtypus, der Genregrenzen sprengt: Es ist ein Sachbuch, es ist ein Ratgeber, es ist eine subjektiv erzählte Geschichte, die das komplexe Thema fassbar zu machen versucht. Zamolo ist nicht die allwissende Erzählerin, die ihr gesammeltes Wissen preisgibt, sondern sie nimmt die Leser:innen Schritt für Schritt mit, stellt Fragen und sucht Antworten. Dabei bemüht sie Stressforscher wie Richard Lazarus und Lennart Levi mit ihren Modellen zur Stressentstehung, Sprichwörter („Und was mich nicht umbringt, macht mich härter“), erklärt, warum manche sich mehr gestresst fühlen als andere. Die unverkennbare Stärke des Buchs aber liegt darin, dass Lucia Zamolo Zusammenhänge niedrigschwellig und teils in infografikartigen Bildern visualisiert, so dass sich Leser:innen mit der erzählenden Ich-Figur leicht identifizieren können. Mit jeder Seite wird das Thema des Buchs zum Thema der Leser:innen.“

Aus der Jurybegründung für die Auszeichnung von Chloé Guidouy und Claire Martha: „Kunst zum Knabbern, Rezepte zum Staunen: Quand l’art passe à table ist ein Prachtband, der in jede Hand gehört, ob groß oder klein, ob Hobbyköch:innen oder junge Künstler:innen.“

Der Deutsch-Französische Jugendliteraturpreis ist ein gemeinsamer Preis zwischen Deutschland und Frankreich. Er will die zeitgenössische Jugendliteratur beider Länder bekannter machen und den literarischen Dialog fördern – und zeichnet eine deutsche und französische Autorin aus. Durch die Auszeichnung sollen deutsche und französische Verlage auf herausragende Kinder- und Jugendbücher von Autor*innen des Nachbarlandes aufmerksam werden, die noch nicht in die deutsche oder französische Sprache übersetzt sind. Jährlich stellen sich unterschiedliche Genres der Jury. Während im letzten Jahr Bilderbücher ausgezeichnet wurden, waren es in diesem Jahr Sachbücher für Jugendliche.

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