
Liebe Freunde,
muss das sein? Können wir uns nicht ein ganz klein wenig zusammenreißen? Gerade wir? Wir Journalisten?
Am zweiten Tag schon die Kaffeemaschine kaputtkriegen?

(* Schon der zweite Cameo-Auftritt eines ehemaligen BuchMarktredakteurs!)
Zum Glück ist an funktionierenden Kaffeemaschinen kein Mangel auf dieser Messe, aber ausgerechnet wir Journalisten sollten nun wirklich keine Kaffeemaschinen kaputtmachen.
Ich berichtete am Donnerstag vom Sales Award. Die prämierte Buchhandlung Graff in Braunschweig hat nicht nur einen eigenen schnuckligen Stand hier, sondern ich bin dort auch schon aufgetreten!

Als ich am Donnerstag Claudia Holzer vom Usborne-Verlag traf, verschoben wir unser Foto, weil wir dachten, am Stand von dtv sei eine bessere Gelegenheit. Alte Messeregel: Immer sofort das Foto machen. Nie verschieben.
BuchMarkt wünscht gute Heimreise auch ohne gemeinsames Foto, aber ich danke total für Euren Hallenschnappschuss von Euch.

Mal schauen, was ich damit noch anstellen kann.
Gut, mein Freitagsbericht wartet. Kann es losgehen, Leipzig?

Ravenport-Verlag
Gegründet im vergangenen November, bündelt der Frankfurter Newcomer modernen Content mit Old-School-Verlags-Know-How. Moderner Content heißt: Die haben natürlich Romantasy und Genreliteratur (daher „Raven“), sind aber auch ein Hafen für Realismus und Preisträgerliteratur (daher „-port“).
Verlags-Know-How heißt: Bodo Horn-Rumold ist zurück!


Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis Aufstieg durch Bildung und gepriesen von Nina George persönlich: Dorrit Bartel ist ebenfalls im Programm bei Ravenport.

Am Stand von Ravenport finde ich auch Bücher von 360° vor – und jetzt, wo ich Bodo Horn dort einsortieren kann, ist ja klar, dass der Stand auch Platz hat für das Programm des alten Weggefährten. Harald Kiesel ist leider mit dem 360°-Verlag nicht auf der Messe, aber dafür ein paar seiner Autoren.

Und der spaßige Jola Bilko mit seiner irren Fußballgeschichte.

Zweites Interview der Messe: Jola Bilko
Johannes van den Speulhof, ehemaliger Fußballtrainer und Sozialpädagoge, ist mittlerweile Kinderbuchautor. Im 360° Verlag hat er die abenteuerliche Geschichte eines Balls erzählt – aus der Sicht des Balles! Einhundert Schulklassen wählten den Titel auf Platz 2 des Lese-Kickers. BuchMarkt traf den originellen Autor im Freien.

BuchMarkt: Der Ball hat Ronaldo, Klopp und die Queen getroffen. Hast du die alle auch getroffen, um zu recherchieren?
Jola Bilko: Selbstverständlich. Im Laufe meines Lebens kam ich mit dem Ball durch die ganze Welt. Die Queen ist ein großer Fan von mir.
Der Ball hat’s ja eigentlich gut, weil er immer gewinnt. Ergreift er auch mal Partei für ein Team?
Der Ball ist immer neutral, und er wird auch nur von Kindern verstanden. Er spricht Ballisch, und Ballisch verstehen nur Kinder.
Du erklärst aber nicht, warum der Ball spricht. Also es ist kein Fantasybuch?
Nein, das darum geht es nicht. Es geht um die Abenteuer, die die Kinder mit dem Ball erleben.
Also magischer Realismus. Obwohl ich gesehen habe, dass später noch Gespenster kommen.
Wir haben das Buch ja zu zweit geschrieben. Peter Großmann, der ZDF-Fußball-Moderator, und ich kamen auf die Idee mit dem Geisterspiel, weil wir während der Pandemie geschrieben haben.
Ist der Herr Waldmann, der Trainer der Kinder, eine kleine Verneigung in Richtung Waldstadion?
Ja, tatsächlich.
Ist es für den Ball okay, dass er getreten wird?
Grundsätzlich ja, dazu wurde er ja auch erfunden. Aber ihm gefallen die Namen nicht, die ihm mittlerweile gegeben werden. Die Pille, das Ding, das Ei. Es ist mehr das verbale Treten, das ihm wehtut.
Kennt er noch andere Bälle, zu denen er Kontakt hat?
Ich hatte mir überlegt, in Teil zwei weitere Bälle ins Spiel zu bringen. Da der Ball in meiner Geschichte ja bereits einen Ballpreis gewonnen hat, spielt das durchaus in einer Welt, in der es noch andere lebende Bälle gibt.
Ich bin froh, dass die Geschichte nicht von einer Fußballschule handelt, womöglich einer magischen, und dass du nicht auf diesen Trend aufgesprungen bist.
Ich, Ball hat in einer Ausschreibung 36 andere Kinderbücher zum Thema Fußball geschlagen. Vielleicht war die Idee ja wirklich gut.

Anlässe bei S. Fischer
Das war jetzt eher Zufall. Ich hatte gar keinen Termin, aber dann war die Autorin Anna Schneider so lustig, dass Fotos passiert sind.
Zunächst war ich nur hier, um zum Geburtstag zu gratulieren, und gar nicht mal Anna Schneider:

Aber dennoch, Messegeburtstag ist was ganz was Feines. Haben wir eigentlich Kärtchen ausgetauscht? Wie heißen Sie überhaupt? Sie haben serviert und waren dann weg!
Die herzlichsten Glückwünsche von mir!
Und dann wollte ich noch ein Foto von Klaus-Peter Wolf machen.

Aber dann kam Anna Schneider und sagte: Ich will auch fotografiert werden. Sie zerrte jemanden vom Verlag vor die Linse und hieß mich blitzen.

Dann plane ich ein Foto mit dem Thomas-Mann-Dummy. Und Anna Schneider ist mehr als bereit.


Leider wird der Thomas-Mann-Dummy gerade von einem Messegast benutzt, aber ich brauche eh erst mal ein Licht-Double und benutze ungefragt den Messegast.

Und dann endlich kann Anna Schneider mich neben Thomas Papp-Mann fotografieren.


Und ganz hinter-, hinterher denke ich: Anna Schneider, woher kenne ich die nur?

So wie in „Oooooooh, die laufen bei mir im Laden so richtig gut!“
Menschen, die ich traf
Also Dirk Rossmann traf ich nicht, aber mein Tele erwischte sein Interview.

Habe den Münchner Peter Grandl kennengelernt! Sehr freundlicher und wohlgemuter Mann, der den Cyberthriller Reset bei dtv rausgebracht hat.


Im Innenhof unseren Vorsteher a.D. Heinrich Riethmüller getroffen. Er hatte seinen Sohn dabei.

Wie war das? Regionaldirektorin NRW?

Ich wusste nicht, dass es sogar T-Shirt-Merchandise unseres Verbandes gibt.
Und ich habe mein Bounty endlich mal direkt von Reinhilde Ruprecht, Edition Ruprecht, bekommen, bevor sich ihre Abreise mit meinem Hunger überschnitt!

Dafür gibt es natürlich Gratiswerbung:

Außerdem darf ich noch einem zweiten Geburstagskind gratulieren:
Ich treffe Katharina Opitz am Libro-Stand des Börsenvereins, dem Ort, der die Selfpublisher abgreifen will, bevor Arschmazon das tut.


Buchhandelstreff
Seit 2015 lädt die Kurt-Wolff-Stiftung immer freitags, gegen Messeende zu einem ungezwungenen Empfang ein. Dienst an der Theke hat traditionell immer der Börsenvereinsvorstand.
Mal die Dienstpläne checken:

Dann lasse ich mir von KSF gleich mal einen Orangensaft mischen.

Klaus Kowalke, Admin der gleichnamigen Facebook-Gruppe Buchhandelstreff, eröffnet den jährlichen Buchhandelstreff. Wir warten zwar auf Astrid Böhmisch, die Messedirektorin.


Die Dame rechts ist Susanne Blum vom Peter-Hammer-Verlag

(Danke an Titanic-Autor Uwe Becker für die Hinweisrettung!)
Quadratselfie: Maren Ongsiek und Luise Schitteck bilden mit mir zusammen eine Fluchtlinie zum gedachten Horizont…

Geheime Whiskyrunde
Nennen wir es einen Tag, sagt der Engländer, wenn er fertig hat. Let’s call it a Day. Meine Whiskyrunde ist ähnlichen Gesetzen unterworfen wie der Buchhandelstreff: Ich bin der Admin, und wir machen das immer gegen Freitagabend.
„Geheim“ nennen wir das, weil es keine schriftliche Einladung gibt und weil in dieser Rubrik keine Namen fallen, damit wir ungooglebar bleiben.





Und das waren unsere Grüße aus der Ungooglebar!
Zum Geleit
Auf dem Rausweg treffe ich noch das lustigste Cosplay des Tages: Es ist Colonel Sanders!

Auf dem Weg zum Hauptbahnhof lernen Frau Ongsiek und ich noch Dr. Sarah Koch von Springer Nature in der zusammengequetschten Straßenbahn kennen.

Ach so, Der Usborne-Verlag fehlt ja noch: Ich habe mich für den Marshmallow Man entschieden.

Ich wünsche Ihnen einen guten Samstag. Ein wenig macht es mir Angst: Wir sind ausverkauft. Brechen alle Rekorde des Vorjahres.
Ich werde (gulp) berichten.
Ihr und Euer
Matthias Mayer
Frühlingstraumspielkarte Nr. 3 von 5:

Eine Antwort
Klugscheißer-Modus on:
Von der zitierten Peaky Blinders Gang lasse ich nur den Herrn rechts durchgehen, kappentechnisch gesehen. Sorry!
Klugscheißer-Modus off.
Von einem Hütegesicht 😉