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Christoph Honig über Hilfsbereitschaft im Team: Wie gegenseitige Unterstützung die Produktivität steigert

Christoph Honig ist Buchhandelsberater. Im Februar gibt er einen interessanten Einblick in Team-Dynamiken und wie sich soziale Faktoren darauf auswirken können.

Christoph Honig (Foto: privat)
Christoph Honig (Foto: privat)

Viele Forschungen belegen den Erfolg von Hilfsbereitschaft in einem Team. Wenn wir anderen Gefälligkeiten oder Hilfe anbieten, fördert das unsere Beliebtheit, Wertschätzung und Gesundheit. In vielen Fällen wird dieses Verhalten durch positive Gesten erwidert. Übertragen wir dies in unsere Arbeitswelt, so gilt ebenfalls die Reziprozitätsregel zwischen den Mitarbeitenden. Hilfsbereite Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfahren in der Regel eine starke soziale Anerkennung. Aber sind sie auch genauso produktiv wie andere nicht so hilfsbereite Mitarbeitende?

Die Herausforderung

Eine Untersuchung des Organisationspsychologen Frank Flynn hat ergeben, dass hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen weniger produktiv sind als nicht entgegenkommende Mitarbeitende, da sie sich eher um die Projekte ihrer Kolleginnen und Kollegen kümmern.

Daraus ergeben sich zwei zentrale Fragen:

• Wie können hilfsbereite Mitarbeitende ihre Produktivität steigern und dennoch weiter hilfsbereit sein?
• Wie könnte die Lösung für dieses Problem aussehen?

Drei bewährte Strategien helfen, Hilfsbereitschaft und persönliche Produktivität in Einklang zu bringen:

  1. Dankbarkeit mit Reziprozität verbinden
    Mitarbeitende bedanken sich nach einer Hilfestellung bei den Kolleginnen und Kollegen. Die hilfsbereiten Mitarbeitende weisen dabei freundlich darauf hin, dass sie sich ebenfalls über Unterstützung bei einem eigenen Projekt freuen würden.
  2. Hilfe als Selbstverständlichkeit normalisieren
    Mitarbeitende bedanken sich mit dem Hinweis, dass es unter Kolleginnen und Kollegen selbstverständlich ist, dass man sich gegenseitig hilft. Dies stärkt die Teamkultur und macht gegenseitige Unterstützung zur sozialen Norm.
  3. Perspektivwechsel fördern
    Mitarbeitende erwähnen gegenüber ihren Kolleginnen und Kollegen, dass diese in einer ähnlichen Situation genauso gehandelt hätten. Das fördert Empathie und ein Bewusstsein für gegenseitige Unterstützung.

Förderung gegenseitiger Hilfe als Schlüssel zum Erfolg

Führungskräfte spielen eine zentrale Rolle bei der Etablierung einer produktiven Hilfskultur. Sie können bei Leistungsbeurteilungen darauf achten, dass sowohl die von Mitarbeitenden geleistete Hilfe beachtet wird als auch, wie oft Mitarbeitende um Hilfe bitten.

Beide Faktoren fördern die Produktivität des Unternehmens:

• Die Bereitschaft, anderen zu helfen, stärkt den Teamzusammenhalt
• Das aktive Einholen von Unterstützung zeigt Eigeninitiative und Teamgeist

Eine Kultur der gegenseitigen Hilfe ist ein Schlüssel zum gemeinsamen Erfolg und zur nachhaltigen Produktivitätssteigerung im gesamten Unternehmen.

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