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Bestenliste: Die Sachbücher des Monats März 2026

Die Medienunternehmen Die Welt, Radio 3 RBB, Neue Zürcher Zeitung und ORF-Radio Österreich 1 stellen monatlich die „Sachbücher des Monats“ zusammen. Dieses Mal dabei:

  1. Katrin Eigendorf: Erzählen, was ist. Berichten am Limit in einer Zeit des Krieges, S. Fischer Verlag, 256 Seiten, € 25,00
  2. Gabriel Zucman: Reichensteuer. Aber richtig! Übersetzt von Ulrike Bischoff, Suhrkamp Verlag, 63 Seiten, € 12,00
  3. Jana Hensel: Es war einmal ein Land. Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet, Aufbau Verlag, 263 Seiten, € 22,00
  4. Volker Perthes: Die Multipolarisierung der Welt. Ein geopolitischer Wegweiser, Suhrkamp Verlag, 351 Seiten, € 26,00
  5. Christoph Bartmann: Attacke von Rechts. Der neue Kampf um die Kultur, Hanser Verlag, 176 Seiten, € 18,00
  6. -7. Volker Reinhardt: Rousseau. Auf der Suche nach der verlorenen Natur, C. H. Beck Verlag, 463 Seiten, € 34,00
    Michael Wolffsohn: Genie und Gewissen. Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus, Herder Verlag, 368 Seiten, € 26,00
8. Uwe Neumahr: Die Buchhandlung der Exilanten. Paris 1940: Zuflucht und Widerstand, C. H. Beck Verlag, 320 Seiten, € 26,00

9.-10. Gisèle Pelicot: Eine Hymne an das Leben. Die Scham muss die Seite wechseln. Übersetzt von Judith Perrignon und Patricia Klobusiczky, Piper Verlag, 256 Seiten, € 25,00
Eli Sharabi: 491 Tage. In den Tunneln der Hamas. Übersetzt von Ursula Kömen, Suhrkamp Verlag, 199 Seiten, €24,00

Besondere Empfehlung des März: Prof. Dr. Markus Krajewski (Uni Basel, Department Arts, Media, Philosophy): Thomas Steinfeld, Rauschen in der Nacht. Die Wildgans – eine Geschichte des 20. Jahrhunderts, Rowohlt Berlin Verlag, 272 Seiten, € 26,00

Man kann ein kompliziertes Jahrhundert wie das 20. anhand seiner Eckdaten, kulturellen Ereignisse oder seiner Haupt- und Staatsaktionen beschreiben. Man kann die Geschichte Europas ebenso anhand eines unaufdringlichen Zugvogels erzählen: Der Gans. Entlegene Verbindungen, etwa zwischen literarischen Quellen (z.B. Selma Lagerlöf oder Curzio Malaparte) und Flug- und Verhaltensstudien (Otto Lilienthal oder Konrad Lorenz) bestellen ein Feld, das – gleich den Vogelschwärmen selbst – reichlich Nahrung bietet. Getragen von elegischem Schwung entwirft Thomas Steinfeld das Tableau eines unbeirrten Tiers, das in seiner Nähe zu uns Auftrieb gibt. (Markus Krajewski)

Die Jury: Tobias Becker, Der Spiegel; Natascha Freundel, radio 3 vom rbb; Dr. Eike Gebhardt, Berlin; Knud von Harbou, Feldafing; Prof. Jochen Hörisch, Unversität Mannheim; Günter Kaindlstorfer, Wien; Dr. Otto Kallscheuer, Sassari, Italien; Petra Kammann, FeuilletonFrankfurt; Jörg-Dieter Kogel, Bremen; Dr. Wilhelm Krull, Hamburg; Marianna Lieder, Berlin; Lukas Meyer-Blankenburg, Redaktion Das Wissen, SWR; Gerlinde Pölsler, Der Falter, Wien; Marc Reichwein, DIE WELT; Thomas Ribi, Neue Zürcher Zeitung; Prof. Dr. Sandra Richter, Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar; Wolfgang Ritschl, ORF Wien; Florian Rötzer, krass-und-konkret, München; Norbert Seitz, Berlin; Mag. Anne-Catherine Simon, Die Presse, Wien; Prof. Dr. Philipp Theisohn, Universität Zürich; Dr. Andreas Wang, Berlin; Prof. Dr. Harro Zimmermann, Bremen; Stefan Zweifel, Zürich.

Ein Kommentar

  1. Freue mich sehr, dass das Buch der engagierten, couragierten und bestens informierten Korrespondentin Katrin Eigendorf an die erste Stelle gerückt ist. Möge Ihr Engagement noch etwas bewirken: Frieden, den wir uns alle wünschen!

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