
Welche Bücher werden in der aktuellen gedruckten Ausgabe der Wochenzeitung Der Freitag besprochen?
Der Freitag Ausgabe 12:
Das kollektive Wegsehen
Rechtsruck. Hitlergrü.e im brandenburgischen Schulflur, rechter Kulturkampf in europäischen Parlamenten: Zwei neue Sachbücher beleuchten, wie autoritäre Kräfte Institutionen unterwandern.
von Sebastian Bähr
- Laura Nickel, Max Teske: „Rechtsruck im Klassenzimmer“, Heyne 2026, 224 S., 16 €
- Sally Lisa Starken: „Wenn der rechte Rand regiert“, Heyne 2026, 336 S., 18 €
Klagechor statt Aufschrei
Lina Muzur sammelt Sprachnachrichten von Frauen in der Lebensmitte und zeigt, wie sehr ihre Probleme von Alterskohorte und Herkunft geprägt sind.
von Marlen Hobrack
Lina Muzur (Hg.): „Frauenprobleme. 33 neue Nachrichten“, Hanser 2026, 224 S., 22 €
Die Jagdhütte der Elite. Stefanie Sargnagel macht den Opernball zu einer Miniatur unserer Klassengesellschaft – voller Trophäen und leerer Posen.
von Malin Kraus
Stefanie Sargnagel: „Opernball“, Rowohlt 2026, 80 S., 18 €
Das FBI jagt Hitlerfeinde. Hollywood Von Casablanca bis McCarthy: Jan Jekal schreibt packend über Emigranten und ist für den Buchpreis nominiert.
von Barbara Schweizerhof
Jan Jekal: „Paranoia in Hollywood“, Matthes & Seitz 2026, 400 S., 28 €
Vom Jurastudium auf die Anklagebank. Aktivistin Carla Hinrichs’ „Meine verletzte Generation“ vertieft die Diskussion über den zivilen Ungehorsam.
von Anna Raab
Carla Hinrichs: „Meine verletzte Generation“, Klett-Cotta 2026, 272 S., 18 €
Perfektion und Performance. Jörn Glasenapp beschreibt Beyoncé und Taylor Swift in seinem Essay als zwei Gegenpole des Pop-Feminismus.
von Erika Thomalla
Jörn Glasenapp: „Beyoncé und Taylor Swift. Run the World“, Wallstein 2026, 1.116 S., 20 €
Risse im Gedächtnisbeton. Ines Geipel sucht nach den Verbindungen zwischen Buchenwald und der
geschichtsvergessenen Gegenwart in Deutschland.
von Thomas Hummitzsch
Ines Geipel: „Landschaft ohne Zeugen“, S. Fischer 2026, 333 S., 25 €
Hooligans, Wiesenromantiker und DDR-Verlage. Unser Kolumnist Erhard Schütz präsentiert Bücher abseits der Bestsellerlisten. Er entdeckt hierbei nicht nur Texte über kybernetische Kontrolle, sondern auch Knigges für
Naturfreunde.
von Erhard Schütz
- Anna-Verena Nosthoff: „Kybernetik und Kritik. Eine Theorie digitaler Regierungskunst“,
Suhrkamp 2026, 671 S., 28 € - Stefan Wellgraf: Staatsfeinde. „Rechte Subkulturen in Ostdeutschland seit den 1970er
Jahren“, Ch. Links Verlag 2026, 559 S., 28 € - Christoph Links: „Verschwundene Verlage. Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher
Kulturgeschichte. Mit 150 Firmenporträts“, Ch. Links Verlag 2026, 496 S., 35 € - Nicola Förg: „Landwissen! Der Knigge für alle, die in der Natur unterwegs sind“, Malik 2026,
267 S., 20 €
In der aktuellen ZEIT sind dieses Mal keine Literaturrezensionen enthalten.