Home > Markt > Studie zur Sichtbarkeit von Selfpublishing-Titeln im Buchhandel und in Öffentlichen Bibliotheken erschienen

Studie zur Sichtbarkeit von Selfpublishing-Titeln im Buchhandel und in Öffentlichen Bibliotheken erschienen

Anna Fee Blochberger (Foto: Emmylee Runge)

Wie sichtbar sind Selfpublishingtitel im stationären Buchhandel und welche Rolle spielen sie im Bestand Öffentlicher Bibliotheken? Das fragte Anna Fee Blochberger im Rahmen ihrer Bachelorarbeit im Studiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, deren Umfrage auch BuchMarkt teilte. Das sind ihre Ergebnisse.

Anna Fee Blochberger untersuchte, welche Rolle Selfpublishingmedien in der Medien-auswahl in Öffentlichen Bibliotheken zukommt und warum sie scheinbar weniger sichtbar und verfügbar sind als im stationären Buchhandel – trotz teilweise hoher Verkaufszahlen und lokaler bzw. regionaler Relevanz. Als Beispiel einer Öffentlichen Bibliothek zog sie die Bücherhallen Hamburg heran und sprach u.a. mit der Hamburger Buchhandlung Heymann, außerdem führte sie eine deutschlandweite Umfrage durch.

Die Ergebnisse zeigten, dass Selfpublishingmedien im Vergleich zu Verlagsmedien noch immer vorurteilbelastet sind. „In die Medienauswahl sind sie kaum eingeschlossen und finden bei der täglichen Recherche über berufstypische Informationsquellen wenig Beachtung“, schreibt Blochberger. Ein signifikanter Unterschied in der Bereitschaft Selfpublishingtitel zu erwerben bestünde zwischen Mitarbeiter:innen im stationären Buchhandel und in Öffentlichen Bibliotheken nicht. Problematisch bei der Medienauswahl sei jedoch die fehlende Zuwendung, die Selfpublishingtiteln zukomme: Jenen Wegen, über die Selfpublishingautor:innen ihren Werken Sichtbarkeit verliehen, komme nur eine geringe Rolle zu. „Es fehlt an einer Infrastruktur in der Recherche für die Medienauswahl, in welche Selfpublishingmedien aktiv eingebunden sind“, folgert sie. Hinzu käme die fehlende Präsenz bzw. Sichtbarkeit. In der Medienauswahl sei die regionale Relevanz in beiden Berufsgruppen ein wichtiger Faktor.

Dennoch gelte es das Feld weiter zu erforschen, beispielsweise, ob ein realistischer Bedarf und Nutzen von Selfpublishingtiteln bestehe und ob ein eigener Selfpublishing-Informationsdienst vom Bibliotheksdienstleister ekz ggf. helfen könne.“

Anna Fee Blochberger hat ihr Studium des Bibliotheks- und Informationsmanagements im Frühjahr 2026 abgeschlossen und lebt in Hamburg. Mit Blick auf Bibliotheken, Verlage und die Buchbranche freut sie sich auf alle Möglichkeiten, die ihr die Zukunft bietet.

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige