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Benzes besonderes Buch: Eine erlesene Kostbarkeit, die mein Leben verändert hat

Helmut Benze
Helmut Benze

Dieses Buch ist eine Art Schatzinsel voller Lesepretiosen. Mehr als 150 Beck-Autorinnen und -Autoren kredenzen ihre Antworten auf eine Einladung des Beck-Cheflektors Detlef Felken
anlässlich des 65. Geburtstages von Dr. Wolfgang Beck. „Ein Buch, das mein Leben verändert hat“.

Die Qualität dieses wohl unvergleichlichen Geschenkbuches beruht in der überragenden Kompetenz des Beiträger:innen-Teams, der grenzenlosen Vielfalt der Literaturgattungen, Buchtypen, der übergreifenden Themen und somit in deren Weltläufigkeit. Es ist Weltliteratur im besten Sinn aller Definitionen.

Wie kam diese Anthologie zustande und welchen Gewinn garantiert sie?

Anlass ist der 65. Geburtstag des Verlegers Dr. Wolfgang Beck, dem diese Hommage gewidmet ist.

Viele Leserinnen und Leser werden sich nach der Lektüre vielleicht fragen, ob ein Buch ihr Leben nachhaltig
geprägt und eine grundlegende Wendung ausgelöst hat. Denn sie beginnen nachzudenken, welche Bücher buchstäblich wegweisend für ihr Leben waren oder zumindest ihren Lebenskurs erheblich beeinflusst haben.

Der Klappentext bietet einen zutreffenden und mustergültigen Überblick über diesen roten Teppich in Buchform: „Vom Kinderbuch bis Wilhelm Busch zu Walter Benjamins „Ursprung des deutschen Trauerspiels“ oder Martin Heideggers „Sein und Zeit“, vom „Don Quijote“ des Cervantes bis zu den „Buddenbrooks“ des Thomas Mann, von Adalbert Stifters „Bunten Steinen“ bis zur „Suche nach der verlorenen Zeit“ des Marcel Proust, von Charles Dickens „David Copperfield“ und George Orwells „1984“ bis zu „Der Fremde“ von Albert Camus und José Saramagos „Stadt der Blinden“, die von C.H. Beck verlegten und gepflegten Autorinnen und Autoren beschreiben persönliche Erfahrungen mit Texten, die ihr Leben geprägt und begleitet haben.“

Besonders anregend und bereichernd sind die Werkstattberichte vieler Beiträger:innen, die statt das eine ihr Leben auf neuen Kurs führenden Buches über das Werk Zeugnis ablegen, das sie – nicht selten – auf Anregung von Dr. Wolfgang Beck unter der Feder hatten oder noch haben.

Die Mehrzahl dieser Autor:innen begründen sehr gut nachvollziehbar, warum im Laufe ihrer Lebens-
und Berufsstationen sehr unterschiedliche Bücher wegweisend gewirkt haben.

Fesseln diese Berichte und Rechenschaften?

Als ehemaliger Verlagslektor und Vielleser kann ich das aus aktueller, eigener Erfahrung uneingeschränkt bejahen und – falls gewünscht – belegen. Das immer noch lieferbare Buch, das mir die Presseabteilung des Verlages
kollegial überlassen hat, habe ich in kurzer Zeit nahezu dreimal gelesen. Einmal von A bis Z, von Peter-André Alt
(Spekulative Erleuchtungen) bis Bernhard Zimmermann (Von der Gemächlichkeit des Erzählens). Sodann nochmals von Z bis A.

Zur Vergewisserung und vor allem inspiriert durch den letzten Text der zur Gemächlichkeit des Lesens rät. Schließlich hat mich das intellektuelle Feuerwerk dieses Werkes dazu verlockt, mich in einige der Bücher zu vertiefen, die mein Leben intensiv begleitet haben. Hervorheben möchte ich Don Quixote, Robinson Crusoe, Odyssee, Die Göttliche Komödie, Psychologie der Massen und Die Konferenz der Tiere.

Etwa zwei Dutzend der ein bis maximal vier Seiten umfassenden Buchberichten werden durch ganzseitige Abbildungen der damaligen Umschläge illustriert. Somit darf man sich als Flaneur durch ein Antiquariat fühlen und zuätzliche Anschauung gewinnen.

Ein Auswahl aus meinen Lebensbüchern, die in dem Beckbuch nicht aufgeführt sind, werde ich Ihnen in den nächsten Monaten empfehlen.

Bereichernde und beflügelnde Lektüren wünsche ich Ihnen!

Helmut Benze

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