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… Petra Hartlieb über ihr Buch „Wenn es Frühling wird in Wien“

Petra Hartlieb, Inhaberin der Wiener Buchhandlung »Hartliebs Bücher«, hat nach ihrem Bestseller ›Meine wundervolle Buchhandlung‹ das Genre gewechselt. Trotzdem spielt ihre Buchhandlung auch in ihrem neuen Liebesroman „Wenn es Frühling wird in Wien“ erneut eine zentrale Rolle. Das war Anlass für Fragen an unsere Buchhändlerkollegin und Autorin, da ihr Buch in dieser Woche bei DuMont erscheint:

Durch Klick auf Cover zum Buch

Worum geht es in Ihrem Buch?
Das Buch spielt in Wien im Jahre 1912. Eigentlich ist es eine Liebesgeschichte zwischen einem Kindermädchen und einem Buchhändler. Das Spezielle daran ist, dass Marie Kindermädchen beim großen Dichter Arthur Schnitzler ist. Das heißt, es fließt viel Theater, Kultur und Literatur in die Handlung.

Das sind alles keine Themen, mit denen sich ein armes Kindermädchen, das ursprünglich vom Land kommt, in dieser Zeit beschäftigt …

… ja, aber durch das Leben im Dichterhaushalt, bzw. durch die Liebe zu einem Buchhändler entdeckt sie Marie diese Welt.

Petra Hartlieb in ihrer „wundervollen Buchhandlung“: Gegen den Online-Handel „hilft nur reden, reden, reden und aufklären, aufklären, aufklären. Und besser sein als die, kundenorientierter, belesener, netter, lustiger – das sind wir nämlich alle, wir müssen es nur besser vermarkten“

Wen stellen Sie sich als Zielgruppe vor und mit welchem Argument wäre es am besten zu verkaufen?
Also auf jeden Fall alle, die den ersten Teil „Winter in Wien“ gekauft und gelesen haben und das waren nicht gerade wenig.

Es ist also eine Fortsetzungsgeschichte?

Wieder JA, aber eine, die man natürlich auch alleine lesen kann. Als weitere Käufergruppe sehe ich aber auf jeden Fall alle, die Wien lieben und die dieser spannende Zeit in Wien etwas abgewinnen können.

Sie haben sich damit auf ein neues Genre geworfen, bei mir sind Sie immer auch noch Krimiautorin.

Das ist doch schon so lange her. Für die meisten bin ich die „wundervolle Buchhandlung“. Die Krimis waren der Einstieg, aber das Buch über meine Buchhandlung war ein viel größerer Erfolg. Die echten Geschichten sind ja doch immer die spannendsten

Ich meinte Ihre Krimis bei Diogenes, kommt da auch noch mal  eine Fortsetzung?

Momentan ist da gar nichts geplant.

Irgendwie wünsche ich mir auch noch eine Fortsetzung vom Meine wundervolle Buchhandlung. Ich fand, das war eine wundervolle Liebeserklärung an unseren Beruf.

Ja, da dürfen Sie sich auf etwas freuen. Nicht direkt eine Fortsetzung aber …  na, Sie werden sehen.

Waren Sie sich über diesen Erfolg eigentlich damals sicher?

Der Erfolg dieses Buches ist für den Verlag und mich eine riesige Freude. Gerade habe ich die Nachricht erhalten, dass die fünfte Auflage in Druck geht. Zahlreiche Übersetzungen gibt es auch bereits. Es ist ein richtiger Longseller und es vergeht keine Woche, in der ich nicht TouristInnen da habe, die schauen, ob es die „wundervolle Buchhandlung“ echt gibt.

Macht Ihnen Ihre Buchhandlung immer noch so viel Freude?

Ja, natürlich! Ich liebe diese Arbeit und meine Kolleginnen. Bin aber auch sehr froh, dass ich durch das Schreiben nicht mehr die ganze Woche in der Buchhandlung arbeiten muss. Die perfekte Mischung.

Und was wünschen Sie sich und Ihren KollegInnen im Handel?
Zusammenarbeiten – nicht gegeneinander, sowohl die kleinen und die großen.

Was meinen Sie damit?
Ich weiß, das kling illusorisch, aber nur so können wir diese Amazon-Shopperei aufhalten. Reden, reden, reden und aufklären, aufklären, aufklären. Und besser sein als die, kundenorientierter, belesener, netter, lustiger – das sind wir nämlich alle, wir müssen es nur besser vermarkten.

Die Fragen stellte Christian von Zittwitz

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