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Umgeblättert heute: Die Karrieren Berliner Kochbuchautorinnen

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Natürliches hat seinen Eigensinn“: Ökologische Systeme flickt man nicht so leicht: Elizabeth Kolbert malt die Zukunft des Anthropozäns in dunklen Farben. „Der Leser kann bei Kolbert viel über die Versuche lernen, stark beschädigte natürliche Systeme zu stabilisieren. Dass sich dabei ein Gefühl von Aussichtslosigkeit breitmacht, passt zu Kolbert. Denn ihre Grundstimmung ist seit Langem düster. “
    Elizabeth Kolbert, Wir Klimawandler“. Wie der Mensch die Natur der Zukunft erschafft (aus dem Englischen von Ulrike Bischoff; Suhrkamp)
  • „Unterschiedliche Anleitungen auf einem Feld der Wissenschaft und Kunst“:
    Rezepte muss man nicht nachkochen, man kann aus ihrer Präsentation auch viel über die Zeit lernen: Birgit Jochens besichtigt die Karrieren Berliner Kochbuchautorinnen. „Jochens trägt nicht nur entlegene biographische Informationen zusammen und charakterisiert die Kochbücher kundig in Repertoire und Gestus. Sie streut neben zahlreichen jeweils zeittypischen Rezepten auch zehn Exkurse ein, in denen sie einzelne technische, wirtschaftliche und soziale Voraussetzungen der Ernährung in den Blick nimmt und damit die Küchen-Perspektive zur lebensweltlichen weitet.“
    Birgit Jochens, Zwischen Ambition und Rebellion. Karrieren ­Berliner Kochbuchautorinnen (Verlag für Berlin-Brandenburg)
  • „Die lebenslange Suche nach Glanz“: Ein letzter Essayband des großen polnischen Dichters Adam Zagajewski. „Es ist ein pures Vergnügen zu ver­folgen, wie mühelos Zagajewski mit Fakten aus dem Leben seiner ‚Hauptakteure‘ jongliert, wie gründlich er ihr Werk analysiert und dabei enormes Wissen, Belesenheit und ge­dankliche Tiefe unter Beweis stellt. Und wie er am Rande all dieser 23 Essays über so vieles nachdenkt, was ihn und jeden anderen Dichter betrifft.“
    Adam Zagajewski, Poesie für Anfänger. Essays (aus dem Polnischen von Renate Schmidgall; Hanser Verlag)

  • „Nichts Neues: Wen interessiert’s?“: Ach, dieser Makel, dieser menschliche Makel. Dem Philip Roth sein Biograf. „Blake Bailey bringt es mit allem, was er für interessant hält, auf 807 ziemlich großformatige Seiten. Hardcover. Nahezu unmöglich, das Buch länger als fünf Minuten in den Händen zu halten, physisch. Warum aber sollte man auch?“
  • „Lästige Lücke“: Was passiert im Gehirn, wenn wir denken? Drei Forscher scheitern daran, das Geheimnis zu lüften. Aber den Grund dafür sollte jeder kennen. „Alle drei kennzeichnet das aufrichtige Bemühen, weiteren Kreisen ein Thema zugänglich zu machen, das sämtliche Menschen zentral betrifft, denn ein Bewusstsein hat (oder ist) schließlich jede und jeder. Umso bedeutsamer und aufschlussreicher ist ihr Scheitern.“

    Gerhard Roth, Über den Menschen (Suhrkamp)

    Wolfgang Prinz, Bewusstsein erklären (Suhrkamp)

    António Damásio, Wie wir denken, wie wir fühlen. Die Ursprünge unseres Bewusstseins (aus dem Englischen von Sebastian Vogel; Hanser)

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