Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:
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„Die Töchter des Sohns des Herrn der Hyänen“: Ohne Elias Canetti und Karl Kraus ist diese Geschichte nicht zu erzählen: Ernst Strouhal zeichnet das Leben seiner Mutter und drei Tanten nach. „In ihrem Kern gibt Strouhals Erzählung ein Exempel davon, wie sich das nationalsozialistische Verhängnis in die Geschichte einer Familie einschrieb, sie um ihr Haus, ihre Heimat brachte, ihre Mitglieder auseinanderriss und in alle Welt verstreute.“
- Ernst Strouhal, Vier Schwestern. Fernes Wien, fremde Welt (Zsolnay Verlag)
„Jetzt doch nicht vegan?“: Tim Spector entlarvt eine Reihe gängiger Ernährungsmythen und macht Vorschläge zum richtigen Speiseplan. „Spector warnt vor Ernährungsdogmen ebenso wie vor Panikmache und rät vor allem dazu, ‚herauszufinden, was Ihnen ganz persönlich guttut‘.“
- Tim Spector, Die Wahrheit über unser Essen. Warum fast alles, was man uns über Ernährung erzählt, falsch ist (aus dem Englischen von Petra Huber und Sara Riffel; Dumont)
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„Das Fluchen macht die Musik“: Der große Kosmopolit Péter Nádas wird 80 Jahre alt. In seinem Roman Schauergeschichten dringt er ins kollektive Unbewusste eines Dorfes vor. „Dieser Dorfroman wird zum Schauerroman, indem er das Dorf als Welt für sich, als sprachlichen Kosmos eigener Ordnung entwirft, in dem der Schrecken und die Gewalt schon vibrieren, ehe am Ende auch in der Handlung der Horror zu seinem Recht kommt.“
- Péter Nádas, Schreiben als Beruf (aus dem Ungarischen von Christina Viragh; Rowohlt)
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Péter Nádas, Schauergeschichten (aus dem Ungarischen von Heinrich Eisterer; Rowohlt)
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„Im Kalten Familienkrieg“: Daniela Dröscher rechnet in ihrem Roman Lügen über meine Mutter beiläufig auch mit nostalgischen Blicken auf die Achtziger ab. „Daniela Dröschers Roman Lügen über meine Mutter ist ein origineller Kandidat auf einer ohnehin originellen Shortlist für den Deutschen Buchpreis, auf der sich die Auseinandersetzung mit der eigenen Person und Biografie mehrfach – auch etwa in Jan Faktors Trottel oder Kim de l’Horizons Blutbuch – auf eigensinnige und mutige, schonungslose und literarisch vorzüglich camouflierende Art widerspiegelt.“
- Daniela Dröscher, Lügen über meine Mutter (Kiepenheuer & Witsch)