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Umgeblättert heute: „Das ist ein seltsamer Roman“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

„Im Combray der späten DDR“: Jochen Schmidts Roman Phlox ist eine stilistisch herausragendes Kaleidoskop ostdeutscher Kindheit und gesamtdeutscher Gegenwart. „Mit Phlox hat Jochen Schmidt seinen bisher besten Roman geschrieben, weil dieser zwar das Schmidt’sche Prinzip der anteilnehmenden Beobachtung fortsetzt, aber durch den Verzicht auf eine Handlung das Prinzip selbst zur Handlung macht. So liest man Phlox als vielschichtige Erzählung über ein Dorf und seine Bewohner, über einen Landstrich und dessen Geschichte, auch über einen Vater im Alter des Autors, der zurückkehrt ins zeitlose Glück seiner Kindheit und dort lernen muss loszulassen.“
  • Jochen Schmidt, Phlox. Roman. (Verlag C. H. Beck)

„Alles, was sich bewegt, braucht Herzlichkeit“: Naturidylle, tränentreibende Komik und eine lebensverliebte Feier des Unvorhersehbaren finden sich in den lettischen Romanen von Edvarts Virza, Jānis Joņevs und Zigmunds Skujiņš. Sie alle liegen jetzt in deutschen Übersetzungen vor. „Dass in letzter Zeit gleich mehrere Verlage lettische Bücher ins Deutsche übersetzen ließen, zeugt von sympathischem Mut und aufrichtigem Interesse am Baltikum.“

  • Jānis Joņevs, Jelgava 94. Roman. (aus dem Lettischen von Bettina Bergmann; Parasitenpresse)
  • Zigmunds Skujiņš, Das Bett mit dem goldenen Bein. Roman. (aus dem Lettischen von Nicole Lau; Mareverlag)

„Milena Michiko Flašars Roman stellt ein Leben auf den Kopf“: Takada Suzu führt „ein Leben, das aus dem Verstreichen von Zeit“ besteht. Als Putzkraft für Leichenfundorte gewinnt sie einen neuen Blick auf ihr eigenes Leben. „In ihrem dritten Roman Oben Erde, unten Himmel beschreibt Milena Michiko Flašar Lebensthemen in alltäglichen Bildern.“

  • Milena Michiko Flašar, Oben Erde, unten Himmel. Roman. (Verlag Klaus Wagenbach)
„Im Garten der Dichtung“: Zum Tod des Schriftstellers, Verlegers, Helfers, Ehemanns, Vaters und Freundes Gerhard Wolf. „Gerhard Wolf ließ in den vergangenen Jahren zahlreiche junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in seine Wohnung in Pankow. Er hatte die Bibliothek, die er mit seiner Frau aufgebaut hatte – 330 Regalmeter Bücher und Zeitschriften – der Humboldt-Universität geschenkt. Die widmete ihr seit 2016 eine eigene Arbeits- und Forschungsstelle. Einige Kisten waren bereits umgezogen, die anderen Exemplare sichteten die Studierenden in seiner Gegenwart, in einer Wohnung, deren Wände von einem Leben mit und für die Literatur und die bildende Kunst zeugen.“
„Da sind noch welche“: Und alle eilen ins Theater. Elisabeth Klars verblüffender Science-Fiction-Roman Es gibt uns. „Das ist ein seltsamer Roman. Und auch wenn Literatur dazu gemacht und darin geübt ist, auf fremdes Gelände zu führen – lesen die meisten nicht darum, nämlich um etwas anderes kennenzulernen als sich selbst? –, so ist die Fremdheit diesmal doch noch größer als sonst. Noch ungeheuerlicher.“
  • Elisabeth Klar, Es gibt uns. Roman. (Residenz Verlag)
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