Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:
![]()
- Ingrun Spazier (Hrsg.), Briefe aus der DDR 1989 –1990. (mit einem Nachwort von Christoph Hein; Verlag Das Kulturelle Gedächtnis)
„Radikal selbstbestimmt“: Maria Wiesner, Redakteurin in den Ressorts Gesellschaft und Stil bei FAZ.NET, begibt sich in ihrem Buch Radikal selbstbestimmt – Ihrer Zeit weit voraus auf die Spuren von Alexandra Kollontai.
- Maria Wiesner, Radikal selbstbestimmt – Ihrer Zeit weit voraus. Was wir von Alexandra Kollontai lernen können. (Harper Collins Verlag)
„Rollenspiele der Gewalt“: Exzess im Kollektiv: Lee Ann Fujii zeigt, wie aus ganz normalen Leuten begeisterte Mörder werden. „Das Risiko, das die Autorin mit diesem Konzept eingeht, liegt nicht nur darin, dass sie vor ihren Lesern über viele Seiten hinweg äußerst verstörende Szenen von Gewalt ausbreitet. Vielmehr geht sie das große Wagnis ein, ihrem Gegenstand nicht mit den üblichen Mitteln der Organisationsforschung nachzugehen. Wir verstünden diese Gewalt nicht, wenn wir sie als Folge von Organisationshandeln erklären wollten. Das trifft es nämlich nicht.“
- Lee Ann Fujii, Showtime. Formen und Folgen demonstrativer Gewalt. (aus dem Englischen von Stephan Gebauer; Hamburger Edition)
„Wie spricht demokratische Herrschaft?“: Gegen den Strich gelesen höchst aufschlussreich: Ein Handbuch zum öffentlich-rechtlichen Äußerungsrecht. „Für Diskurstheoretiker bietet es einen Grundkurs in der Realität der Massenmedien, für Institutionendenker eine Führung durch den Maschinenraum der öffentlichen Kommunikation in der Bundesrepublik, für Soziologen eine reiche Fundgrube zur Wahrnehmung von Sprache im Rechtssystem und zur Dialektik von Vermachtung und Verrechtlichung. Man muss es dafür nur gegen alle Intentionen des Autorenteams lesen.“
- „Handbuch Öffentlich-rechtliches Äußerungsrecht“. Grundprinzipien, Äußerungen von Hoheitsträgern, Rechtsschutz. (C. H. Beck Verlag)
„Die Poesie ist komplizierter geworden – so wie die Welt“: Zum Kuckuckspucken. Beim Peter-Huchel-Preis ist es schon wieder passiert: Wenn ein Gedicht nicht auf Anhieb zugänglich ist, gerät es in den Verdacht der Scharlatanerie. Ein Zwischenruf.
„Im Irrgarten“: Patrick Bahners’ unübersichtliche Analyse der AfD. „Es ist ein für den Leser anstrengendes, exemplarisches Scheitern an einer zweifelsohne diffusen Materie. Wie viele vor ihm folgt Bahners dem verständlichen Impuls, dass man vor einem weiteren Erstarken der AfD gar nicht genug warnen kann.“
- Patrick Bahners, Die Wiederkehr. Die AfD und der neue deutsche Nationalismus. Sachbuch. (Klett Cotta)
„Ein perfides Meisterstück“: Am 18. Februar 1943 hält Josef Goebbels seine Rede im Berliner Sportpalast und bereitet so ein mörderisches Kriegsende vor. „Longerich stellt fest, dass die Rede von Goebbels auch heute noch als eine der abschreckendsten, aber auch wirkungsvollsten rhetorischen Leistungen des 20. Jahrhunderts gilt, als ein ‚Coup‘. Dokumentarfilme stützen sich noch heute auf die historischen Wochenschau-Aufnahmen, die aber nur Ausschnitte böten und auch vom Redemanuskript abwichen, so der Historiker. Was der Nachwelt von der Rede überliefert ist, bedürfe also einer kritischen historischen Überprüfung. (…) Longerich hat ein beeindruckendes Buch vorgelegt, mit dem Urteilsvermögen eines großen Kenners dieses historischen Tiefpunktes der deutschen Geschichte klärt er meisterhaft über Hintergründe und Folgen einer Rede auf, die einen noch heute erschüttern muss.“
- Peter Longerich, Die Sportpalast- Rede 1943. Goebbels und der „totale Krieg“. (Siedler-Verlag)







