Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:
![]()
- Dörte Hansen, Zur See. (gelesen von Nina Hoss; Penguin Hörbuch)
„Kindheit in den Kulissen einer bizarren Diktatur“: Katja Bürkle liest Lea Ypis albanisches Memoir Frei mit kecker Plausibilität. „Katja Bürkles ungekürzte Lesung vermittelt die von Kulissen umstellte Kindheitswelt, ohne jedoch die – bei aller Unzulänglichkeit sehr wache – Wahrnehmung des Mädchens durch einen Naivitätston zu beschädigen.“
- Lea Ypi, Frei. Erwachsenwerden am Ende der Geschichte. (gelesen von Katja Bürkle; DAV)
„250 Milligramm, um sich selbst zu ertragen“: Wie kann man über Depressionen sprechen? Benjamin Maack versucht es, Oskar Ketelhut verleiht ihm Stimme. „Dieses Hörbuch ist eine ziemlich starke Dröhnung. Maack erzählt mit entwaffnender Ehrlichkeit von seiner unfreiwilligen Abkehr vom Leben. (…) Ein Suizidologe empfiehlt Maack, unbedingt darüber zu schreiben, weil die Rede über Depressionen ohne Beschönigung und Heroisierung wichtig und gut ist. Dafür können wir ihm nur dankbar sein.“
- Benjamin Maack, Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein. (gelesen von Benjamin Ketelhut; Audiolino Verlag)
heute nichts
„Argumente für die Flucht aus der DDR“: In der Neuausgabe von Brigitte Reimanns Roman Die Geschwister steckt viel Zündstoff. „Brigitte Reimann wird heute vor allem für ihren posthum veröffentlichten Roman Franziska Linkerhand und die Tagebücher verehrt. Aber auch Die Geschwister sind mehr als ein Zeitdokument. Die Autorin brachte ‚die Tragödie unserer zwei Deutschland‘ in eine lebendige, reflektierte, spannende Erzählung.“
- Brigitte Reimann, Die Geschwister. Roman. (Aufbau Verlag)
„Annäherung durch unendliche Verfehlung“: Marcus Steinweg lotet Untiefen des Denkens und Schreibens philosophisch aus. „Mit seinem neuen Buch, das fordert, aber mit tiefen Einblicken in die neuere Situation europäischen Denkens und Schreibens belohnt, dürfte er dann auch den Weg freigemacht haben, um dem Hinweis auf Kafka weiter zu folgen.“
- Marcus Steinweg, Sprachlöcher. (Matthes & Seitz)







