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Umgeblättert heute: „Ein Glücksfall von einem Roman“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

„Was habt ihr eigentlich vor 1989 gemacht?“: Ihr Roman Gittersee wurde hoch gelobt und wegen angeblicher Fehler zum Alltag in der DDR massiv angegriffen: Ein Gespräch mit Charlotte Gneuß über Vorwürfe, Hintergründe und die Erinnerungen ihrer Eltern.

„Jedes Bild ein Unikat“: Ein fotografisches Verfahren von hoher Intimität: Günter Karl Bose stellt drei Daguerreotypien vor und spürt ihren Geschichten nach.

  • Günter Karl Bose, Vom Gedächtnis der Bilder. Über drei Daguerreotypien. (Wallstein Verlag)

„Gekränkter Putzerfisch“: Wenn doch dieser egozentrische Tonfall nicht wäre: Stefan Weber fahndet nach Plagiaten.

  • Stefan Weber, Auf Plagiatsjagd. Eine Streitschrift. (Verlag Edition Atelier)

„Mündlichkeit als Zaubermittel“: Max Lobes Roman Vertraulichkeiten erzählt von den Etappen der Kolonialgeschichte in Kamerun. „Den Eindruck mündlicher Direktheit verdankt Vertraulichkeiten tausend gut platzierten Details, von Redewendungen über Sprachticks bis hin zu Einzelheiten im Setting, die nebenbei erwähnt werden; der Leser bekommt den Eindruck, selbst in glühender Hitze Geschichten zu hören und Palmwein zu schlürfen. Die Übersetzung von Katharina Triebner-Cabald vermittelt die scheinbar naive, in Wahrheit gekonnt erzeugte Unmittelbarkeit aufs Treffendste.“

  • Max Lobe, Vertraulichkeiten. Roman. (aus dem Französischen von Katharina ­Triebner-Cabald; Akono Verlag)

„Wohin mit den Boomern?“: Die Journalistin Bettina Musall hat ein  Mutmachbuch für die geburtenstärksten Jahrgänge des Landes geschrieben, die bald in Rente gehen.

  • Bettina Musall, Das kann gut werden – Wie der Einstieg in den Ruhestand zum Aufbruch in ein neues Leben wird (C. Bertelsmann)

„Michael Ebert über Geld und Freundschaft“: In seinem ersten Roman Nicht von dieser Welt erzählt Michael Ebert, Co-Chefredakteur des SZ-Magazins, von Liebe und Freundschaft, Leben und Tod – und von der Kunst, nicht nur auf das zu schauen, was man verliert, sondern auch auf das, was bleibt.“

  • Michael Ebert, Nicht von dieser Welt. Roman. (Random House)

„Die Nähe der Gefolterten“: Die Kulturwissenschaftlerin Iris Därmann erzählt in eindrucksvollen Episoden die historische Rolle des Sadismus für den Kolonialismus nach.

  • Iris Därmann, Sadismus mit und ohne Sade. (Verlag Matthes & Seitz)

„Alles nur geträumt“: Der australische Philosoph David Chalmers entwirft eine Welt, die von einer KI regiert wird. „Es ist ein spannendes Gedankenexperiment, das David Chalmers anstellt. Hätte er recht, würden wir mit unseren jetzigen Sorgen und Freuden eben in einer virtuellen Welt existieren. Was anders wäre? Eigentlich alles, denn es wäre alles nur wie geträumt.“

  • David Chalmers, Realität+. (a. d. Engl. v. Björn Brodowski u. Jan-Erik Strasser; Suhrkamp)

„Die Kraft der Verunsicherung“: Thomas Hettches Sinkende Sterne ist ein Glücksfall von einem Roman. „Mit diesem Buch folgt man einem Menschen in eine völlig fremde Gegend und fühlt sich gut geleitet. Der Reisende, es ist der Erzähler, der sich nennt wie der Autor selbst, Thomas Hettche, lässt seinen Blick so aufmerksam schweifen und kann ihn so gut in Worte übersetzen, dass sich die Bilder auf die Netzhaut der Leserin, des Lesers übertragen. Mit dem Roman Sinkende Sterne zeigt Thomas Hettche auf berückende Weise, was Sprache kann, was Literatur kann.“

  • Thomas Hettche, Sinkende Sterne. Roman. (Kiepenheuer & Witsch)
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