Schon bei der Eröffnung des seit 2007 existierenden Bremer Internationalen Literaturfestivals „globale°“ im Bremer Rathaus war es das Thema in allen Gesprächen: Wie würde die Entscheidung der UNESCO am nächsten Tag zur Bewerbung Bremens als „City of Literature“ ausfallen? Würde sie das Rennen machen – als zweite deutsche Stadt nach Heidelberg im Jahre 2014 -, diesen begehrten, weltweit ausstrahlenden kulturellen Ehrentitel zu erlangen?
Am nächsten Morgen dann kam die gute Nachricht über die Ticker: „The Winner is Bremen!“ Die Freude bei allen ist riesengroß, denn Aufwand, Engagement, Support, Einfallsreichtum bei der Bewerbung, besonders auch die Unterstützung aus allen Bereichen der Bremer Literaturwelt waren enorm.

Dr. Alexandra Tacke, die das ganze Paket der Bewerbung auf der Seite des Senators für Kultur hauptverantwortlich betreut hat, im Telefonat mit BuchMarkt: „Natürlich war die Freude über die Entscheidung der UNESCO riesengroß, als sie mich heute in aller Früh erreichte, dazu auch noch an meinem Geburtstag! Mein Dank und meine Bewunderung an alle Personen und Assoziationen des Bremer Literaturlebens ist unermesslich, ohne sie wäre dieser Erfolg nie möglich geworden. Diese Ehrenauszeichnung wird das literarische und kulturelle Leben insgesamt der Stadt Bremen auf lange Sicht und tief bestärken.“

Zusätzliches Gewicht bekommt dieser Titel jetzt auch mit dem Projekt der Schaffung eines „Stadtmusikantenhauses“ (BuchMarkt berichtete) und endlich auch eines „Bremer Literaturhauses“, das seit August mit der Unterzeichnung des Mietvertrages des direkt am Bremer Marktplatz gelegenen „Kontorhaus“ Realität geworden ist und 2015 eröffnet werden soll.
Guenter G. Rodewald