Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:
„Mein wahres Ich ist meilenweit entfernt“: Aber mein Schatten ist bei dir: Haruki Murakami greift für seinen neuen Roman „Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“ auf ein altes Motiv zurück – ein Triumph des Erzählens. „Natürlich schließt sich hier der Kreis in Murakamis Werk, in dem solche Gegenwelten entdeckt werden und die Entdecker durchaus faszinieren, um später ihre bedrohliche Seite zu offenbaren. Denn die erzwungene Trennung vom eigenen Schatten ist ein überdeutlicher Hinweis des mit allen Wassern der Schauerromantik gewaschenen Autors auf den Preis, den man für das Glücksversprechen auf der anderen Seite der Mauer bezahlt, und auch die eigentlich verbotene Rückkehr auf die andere Seite der Welt sollte Warnung genug sein.“
- Haruki Murakami, Die Stadt und ihre ungewisse Mauer (aus dem Japanischen von Ursula Gräfe; DuMont)
„Das Leben, eine einzige Zitterpartie“: Ein Panorama der polnischen Geschichte seit dem Zweiten Weltkrieg: Jakub Małeckis subtiler, vielschichtiger Roman Beben in uns.
- Jakub Małecki, Beben in uns (aus dem Polnischen von Joanna Manc; Secession Verlag)
„Bärenjägers Töchter“: Abseits der Wildnis gelten sie als Sensation: Anneli Jordahls Roman Die Töchter des Bärenjägers erzählt von sieben ungebärdigen Schwestern.
- Anneli Jordahl, Die Töchter des Bärenjägers (aus dem Schwedischen von Nina Hoyer; Hoffmann & Campe)
„‚Spiegel‘-Liste aus neuer Quelle“: Nach der Insolvenz des Harenberg-Verlags wird die Genossenschaft eBuch gemeinsam mit Media Control für die Bestsellerlisten des „Spiegels“ verantwortlich zeichnen. (mehr)
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„Bis ihnen die Tränen kommen“: Die Frauen von Shonagachi von Rijula Das, ein Krimi über Sexarbeiterinnen in Kalkutta. „„Die Frauen von Shonagachi“ ist zwar kein umfassendes indisches Gesellschaftspanorama, aber es zeichnet behutsam, detailreich, mit Tragik wie auch listigem Humor das Leben der sogenannten unteren Schichten, die trotz oder wegen ihrer Armut auch Solidarität zeigen.“
- Rijula Das, Die Frauen von Shonagachi (Deutsch von Else Laudan; Ariadne/Argument Verlag)
„Unter Frauen“: Bodo Kirchhoff erzählt in seinem wunderbar schwebenden und höchst lebhaften Roman Seit er sein Leben mit einem Tier teilt vom Altsein als Mann. „Kirchhoff legt sich zum Glück nicht fest, ob Seit er sein Leben mit einem Tier teilt fast ein Thriller oder doch vor allem eine Elegie ist, auch ein satirischer Anteil darf hinein, denn ein abgehalfterter Ex-Nazi-Darsteller ist schon eine originelle Figur, wenn er nun eine Spur altmodisch auf Frauen von heute schaut, die ihrerseits gutmütig, kühl und mit blanker Neugier auf den alten Mann blicken.“
- Bodo Kirchhoff, Seit er sein Leben mit einem Tier teilt (dtv)