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Umgeblättert heute: „Bodo Kirchhoff erzählt ohne faule Kompro­misse“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

„Abscheu im Verlangen“: Lisa Hradina liest Annie Ernaux’ Romandebüt Die leeren Schränke. „Mit Anfang dreißig hat Annie Ernaux ihren Debütroman Die leeren Schränke geschrieben, aber erst vergangenen Herbst, fünfzig Jahre nach dem französischen Original, ist er auf Deutsch erschienen. Endlich. Jetzt kann man ihn hören, kann sich von dieser ungewöhnlichen Variation der Erfahrungen einer Heranwachsenden verstören lassen, die das literarische Werk der Literaturnobelpreisträgerin durchziehen, der Geschichte von einer, die sich mit Disziplin, Ehrgeiz und schmerzhafter Anpassung aus einfachsten Verhältnissen heraus in die vermeintlich bessere Gesellschaft vorarbeitet und alles Alte abschüttelt, nicht aber das Gefühl von Schuld, ihre Familie zu verleugnen.“

  • Annie Ernaux, Die leeren Schränke (Der Audio Verlag)

„Ein Hoch auf das schwedische Bettenlager“: Utopie der Arbeitslosen, Rentner und Abgehängten: Shenja Lacher liest vergnüglich Wie die Schweden das Träumen erfanden von Jonas Jonasson. „Jonas Jonasson, der seit Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (2009) zu den tollkühnsten Jongleuren mit den (Un-)Möglichkeiten des Alltags zählt, entwirft das fabelhafte Panoptikum eines freundlichen Miteinanders.“

  • Jonas Jonasson, Wie die Schweden das Träumen erfanden (Der Hörverlag)

„Die Sache mit dem Herzen“: Bodo Kirchhoff erzählt ohne faule Kompro­misse. In seinem Roman Seit er sein Leben mit einem Tier teilt verabschiedet sich ein alternder Künstler von der Sexualität. „Bodo Kirchhoff gehört zu den in Deutschland sehr seltenen Schriftstellern, die fesselnd erzählen können, ohne dabei faule Kompromisse mit der Sprache eingehen zu müssen. So ist jeder Höhepunkt in diesem Roman sorgsam vorbereitet.“

  • Bodo Kirchhoff, Seit er sein Leben mit einem Tier teilt (Dtv)

„Die Herkunft ist eingenäht“: Iris Wolff erzählt in Lichtungen poetisch und dezent politisch eine Liebesgeschichte über Jahrzehnte und über die Grenzen. „Iris Wolff überzeugt auch in Lichtungen durch erzählerische Konsequenz und die Wahl der Tonlage.“

  • Iris Wolff, Lichtungen (Klett-Cotta)

 

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