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BranchenMonitor Buch registriert Buchmarkt-Plus im Februar

Das meldet eben der BranchenMonitor Buch des Börsenvereins:

„Nach einem verhaltenen Jahresstart zeigt sich die Lage am Buchmarkt nun freundlicher: Sowohl Umsätze als auch Absätze liegen im Februar 2024 über dem Niveau des Vorjahresmonats. Zwar stand durch das Schaltjahr ein zusätzlicher Verkaufstag zur Verfügung, jedoch ist dieser (rechnerisch) nicht für das komplette Umsatzplus verantwortlich. Das sind weiterhin eher die gestiegenen im Schnitt bezahlten Preise.

In den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce, Bahnhofsbuchhandel, Kauf-/Warenhaus sowie Elektro- und Drogeriemarkt wurden im Februar des aktuellen Jahres 4,7 Prozent mehr Umsatz erzielt als im Vorjahresmonat. Der Absatz – also die Zahl verkaufter Exemplare – lag mit einem Plus von 2,2 Prozent ebenfalls über dem Vorjahresmonat. Im Schnitt bezahlten die Käufer*innen 15,27 Euro pro Buch, damit liegen die bezahlten Preise 2,5 Prozent höher als im Vergleichsmonat und geben dem Buchmarkt zusätzlichen Aufschwung. Das gilt auch für die bisherige (kurze) Jahresbilanz: Für die ersten beiden Monate des Jahres 2024 ergibt sich (trotz Januar-Minus) kumuliert nun ein Umsatzplus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – allerdings getragen von den um 3,1 Prozent gestiegenen Preisen bei 1,5 Prozent weniger verkauften Büchern.

Der Sortimentsbuchhandel für sich genommen schließt den Februar 2024 mit einem Umsatzplus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat ab. Die Absätze bleiben dabei relativ stabil (minus 0,3 Prozent). Die bezahlten Preise stiegen gegenüber dem Vergleichsmonat hier im Schnitt um 3,1 Prozent auf 15,18 Euro. Kumuliert ist für die zurückliegenden zwei Monate des Jahres 2024 im Buchhandel vor Ort aufgrund des schwachen Januars nun derzeit ein Umsatzminus von 0,5 Prozent aufgelaufen bei um 4,0 Prozent gesunkenen Absätzen.

Die Warengruppen schneiden zwar überwiegend schlechter ab als im Februar des Vorjahres (alle Vertriebswege), aber für drei der großen Publikumssegmente lief es außerordentlich gut. Die Belletristik – die nach Umsatzanteil bedeutendste Warengruppe – kann ihren Höhenflug des gesamten letzten Jahres und des Januars weiterhin fortsetzen. Sie verbucht im Februar 2024 ein Plus von 6,1 Prozent. Den ersten Platz auf der Liste der meistverkauften Belletristik-Titel in den hier betrachteten Vertriebswegen kann sich im Februar erneut „Ostfriesenhass“ von Klaus-Peter Wolf (Fischer TB) sichern, das erst Ende Januar erschienen war und sofort an die Spitze der Bestsellerliste kletterte. Platz zwei geht an die unter dem englischen Originaltitel Mitte Februar erschienene deutschsprachige Ausgabe von „The Serpent and the Wings of Night“ – den Auftakt-Band einer Romantasy-Reihe (Carlsen), die damit die Taschenbuch-Ausgabe des Bestsellers „Mimik“ von Sebastian Fitzek (Knaur TB) auf Platz drei schiebt.

Auch die Kinder- und Jugendbücher schneiden nun schon zum neunten Mal in Folge besser ab als im jeweiligen Vorjahres-Monat: Im Februar erzielen sie dabei ein beachtliches Plus von 11,3 Prozent. „Das Klugscheißerchen“ von Marc-Uwe Kling (Carlsen) klettert vom dritten Platz im Vormonat nun an die Spitze. Darauf folgen mit der Taschenbuchausgabe von „Rico, Oskar und die Tieferschatten (Rico und Oskar 1)“ von Andreas Steinhöfel (Carlsen) und „Gregs Tagebuch 18 – Kein Plan von nix“ von Jeff Kinney (Baumhaus) zwei alte Bekannte.
Deutlich positiv lief es diesmal außerdem für das Sachbuch, das gegenüber dem Februar 2023 8,6 Prozent Umsatz gutmachte.

Alle anderen Warengruppen können erneut nicht an das Ergebnis des Vorjahresmonats anknüpfen, wobei dies für die Ratgeber mit einem Minus von 0,3 Prozent nur knapp zutrifft. Die Reisebücher verfehlten dieses Ergebnis um 3,3 Prozent. Bei den Wissenschaften liegen die Segmente Geisteswissenschaften, Kunst, Musik und Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft mit je minus 1,7 Prozent vom Wert des Vorjahresmonats entfernt. Für Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik fällt das Minus mit 6,6 Prozent deutlicher aus.
In der ersten kleinen Zwischenbilanz nach zwei Monaten können kumuliert derzeit nur die Belletristik (plus 5,0 Prozent) und Kinder- und Jugendbücher (plus 7,3 Prozent) den Vorjahreszeitraum übertreffen.

Bei den Editionsformen zeigt sich das Bild im Februar erneut durchmischt: Taschenbücher (plus 6,2 Prozent) und Hardcover/Softcover (plus 4,8 Prozent) liegen über dem Ergebnis des Vergleichsmonats, Kalender liegen mit minus 0,3 Prozent fast gleichauf. Karten/Globen müssen hingegen im Vergleich zum Februar 2022 deutliche Einbußen hinnehmen (minus 6,5 Prozent) und im Falle von physischen Hörbüchern sind diese sogar zweistellig (minus 18,4 Prozent).

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