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Österreichischer Buchpreis 2025 für Dimitré Dinev

(Foto: HVB)

Dimitré Dinev wurde für sein Buch „Zeit der Mutigen“ (Kein & Aber Verlag) mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet. Der Debütpreis ging an Miriam Unterthiner für den Titel „Blutbrot“ (edition laurin).

Die Verleihung fand zum Auftakt der Buch Wien-Woche vor rund 150 geladenen Gästen in den Praterateliers statt. Durch den Abend führten Dorothee Hartinger und Philipp Hauß gemeinsam mit den Studierenden des zweiten Jahrgangs Schauspiel der Musik und Kunst Privatuniversität Wien, meldet der österreichische Branchenverband HVB. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch das Ensemble Ohrenklang.

In der Begründung der Jury für den mit 20.000 Euro dotierten Hauptpreis heißt es:

„Man steigt atemlos in diesen Text ein: Eva, ein Dienstmädchen, will sich in der Wiener Donau ertränken, verliert stattdessen ihre Unschuld in den Armen eines Leutnants, der Krieg bricht aus, sie wird Krankenschwester, sucht ihren Liebhaber, findet ihn, er erkennt sie nicht wieder, sie gibt ihm eine Chance, er nützt sie nicht, sie lässt seine Wunde nicht heilen, um ihn zu halten, lässt sein Bein amputieren, um ihn zu binden, doch er überlebt die Operation nicht. Das ist kein Spoiler, denn man hat bis an diese Stelle erst 15 Seiten gelesen. Wie kann der Autor diese Intensität 1200 Seiten halten, fragt man sich. Er kann. (…) Zeit der Mutigen ist ein Kraftakt, ein ‚totaler Roman‘, der an die großen Erzähler:innen des 20. Jahrhunderts erinnert, aber eindeutig im 21. Jahrhundert beheimatet ist und in einer Reihe mit Roberto Bolaños 2666 oder Hilary Mantels Wolf Hall-Trilogie stehen kann. Ein humanistisches Monument von einem Buch, das größer ist als Österreich, und das zeigt: Die Zeit der Mutigen ist noch lange nicht vorbei.“

Dimitré Dinev wurde 1968 in Bulgarien geboren und floh 1990 nach Österreich, dessen Staatsbürger er seit 2003 ist. Neben den beiden Romanen hat er Theaterstücke, Erzählungen und Drehbücher verfasst.

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2 Antworten

  1. Liebe Kolleginne und Kollegen

    Ich bin sicher nicht der Erste, aber gern weise ich Sie darauf hin, dass es gut wäre, in der 3. Zeile von unten zu korrigieren: … und floh 1990 … (statt „froh“)

    Herzliche Grüße,
    Michael Stehle

    Verlag Urachhaus
    Verlagsleitung

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