Der deutsch-iranische Schriftsteller und Publizist Navid Kermani wird in diesem Jahr mit dem Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung ausgezeichnet. Der Förderpreis geht an den gemeinnützigen Verein Hanseatic Help e.V., der sich für die Erstversorgung und Ausstattung von Flüchtlingen einsetzt. Die Auszeichnungen sind mit je 20.000 Euro dotiert.
Matthias Naß, Juryvorsitzender und Internationaler Korrespondent der ZEIT: „Navid Kermani ist ein Brückenbauer zwischen Islam und Christentum, ein kritischer Geist und zugleich ein Versöhner zwischen den Kulturen. In einer politisch und gesellschaftlich schwierigen Situation ist er zu einer moralischen Instanz geworden.“
Die Verleihung findet am 4. Dezember im Hamburger Schauspielhaus statt. Die Laudatio auf Navid Kermani wird Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, halten.
Die Preisträger wurden von einer Jury ausgewählt, der Friedrich Dönhoff, Astrid Frohloff, Manfred Lahnstein, Matthias Naß, Janusz Reiter, Theo Sommer und Anne Will angehören. Hunderte Leser sind erneut dem Aufruf der ZEIT gefolgt und haben Personen und Organisationen vorgeschlagen, die sich im Sinne Marion Dönhoffs für internationale Verständigung und Versöhnung engagieren.
In diesem Jahr vergeben die ZEIT, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und die Marion Dönhoff Stiftung den Preis zum 14. Mal.