
Gerd Stedtfeld wird heute 65 Jahre alt. Der spätere MA-Experte startete seine Karriere in der Verlagsgruppe Bertelsmann – zunächst als Assi des Geschäftsführers, dann bei Mosaik und Orbis –, dockte bei Ceres an, gründete den eigenen Stedtfeld Verlag, den er 1992 in die Verlagsgruppe Pabel Moewig eingliederte, deren Leitung er übernahm. Er wurde Verlagsberater, leitete den Gondrom Verlag und installierte dort das Imprint Gondolino.
Insbesondere an seine Zeit in den vier Häusern Mosaik, Ceres (später Dr. Oetker), Pabel Moewig und Gondrom/Gondolino erinnert er sich gerne zurück: Dort war es ihm vergönnt, mit seiner Arbeit besondere Erfolge abzuliefern. Und bekanntlich machen besondere Erfolge besonderen Spaß. „Hinzu kommt“, so erzählt er und, „dass ich während meiner Zeit in diesen vier Häusern die interessantesten Menschen aus der Branche kennen und schätzen gelernt habe – Menschen, zu denen ich bis heute einen guten Kontakt habe und von denen ich viel lernen durfte.“
In diesem Zusammenhang denke er nicht nur an BuchMarkt-Chefredakteur Christian von Zittwitz, sondern auch an Menschen wie Olaf Paeschke, der ihm in seinen sieben Jahren bei Bertelsmann als damaliger junger Berufseinsteiger die Freiheit eingeräumt hat, neben seiner Arbeit nach eigenem Gusto das Know-how aller wichtigen Abteilungsleiter anzuzapfen und abzufragen: „Das hat mich in allen Arbeitsbereichen (Programm, Vertrieb, Herstellung, Werbung) massiv als Allrounder voran gebracht.“
Später wurde Gerd Stedtfeld Geschäftsführer bei Karl Müller in Köln und gründete 2006 seinen eigenen auf Kinder- und Jugendbuch spezialisierten Premio-Verlag, der er vor zwei Jahren an XXL-Verlegerin Ingrid Sammüller verkauft hat. Derzeit ist er freier Mitarbeiter bei den Firmen Edition XXL und VGV Kinderland und sucht nach weiteren Mandaten im Verlagsumfeld. Denn: „So etwa fünf, sechs Jahre würde ich gerne noch arbeiten, wenn man mich denn ließe. Für ein Leben auf der Parkbank fühle ich mich noch zu jung“.

Übrigens: In unserer „Zeitreise mit Gerd Stedtfeld“ im aktuellen BuchMarkt-Heft (8/2016) ist uns leider ein Fehler unterlaufen: Das Foto aus den 80er-Jahren zeigt ihn nicht mit seiner jetzigen Frau Imke, sondern mit seiner ersten Frau Puppa, seinerzeit Buchhändlerin in der damaligen elterlichen Buchhandlung Thiele in Münster. Gerd und Imke Stedtfeld fanden diesen Fauxpas aber halb so schlimm – schließlich feiern sie heute nicht nur den 65sten, sondern auch ihr zehnjähriges Ehejubiläum.
Falls Sie auch gratulieren möchten: stedtfeld@premio-verlag.de
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