Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2016 wird dem deutschen Historiker Heinrich August Winkler für sein vierbändiges Opus magnum „Geschichte des Westens“ verliehen, das 2015 mit dem Band „Die Zeit der Gegenwart“ abgeschlossen wurde.
Dem voraus gingen seit 2009 die Bände 1 bis 3 „Von den Anfängen in der Antike bis zum 20. Jahrhundert“, „Die Zeit der Weltkriege. 1914–1945“ und „Vom Kalten Krieg zum Mauerfall“, alle erschienen im Verlag C.H. Beck. Aktuell liegt von Winkler auch ein Essay-Band unter dem Titel „Zerreißproben. Deutschland, Europa und der Westen“ vor.
In ihrer Begründung verweist die Jury darauf, dass Winkler mit Augenmaß, enormer Sachkenntnis und singulärer Forschungsakribie und orientiert an den Ideen der Amerikanischen und der Französischen Revolution in der Geschichte des Westens eine Deutung des normativen Projekts der westlichen Werte unternommen hat, der Prinzipien der unveräußerlichen Menschenrechte, der Gewaltenteilung, der Volkssouveränität, der Herrschaft des Rechts und der repräsentativen Demokratie.
Die Preisverleihung 2016 an Heinrich August Winkler findet anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse am Abend des 16. März 2016 im Gewandhaus zu Leipzig statt. Die Laudatio hält der Historiker, Publizist und Schriftsteller Volker Ullrich. Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, seit 1994 jährlich vergeben und mit 20.000 Euro dotiert, zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland. Das Preiskuratorium bilden der Freistaat Sachsen, die Stadt Leipzig, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. und die Leipziger Messe.