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Heinold fragte im Oktober nach: Oetinger

Die richtige Antwort lautet: Oetinger. Oetinger betreut in Deutschland das Werk der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren von Anfang an.

In Schweden wird in diesem Monat zur 70-Jahr-Feier des Erscheinens der Origialausgabe von Pippi Langstrumpf ein 20-Kronen-Schein mit dem Porträt der weltweit gelesenen Kinderbuchautorin in Umlauf gebracht..

Astrid Lindgren wurde am 14. November 1907 in Vimmerby als Tochter eines Gutspächterehepaares geboren. Mit 18 Jahren ging sie nach Stockholm, als sie von ihrem Vorgesetzten, Reinhold Blomberg, dem Chefredakteur der Lokalzeitung „Vimmerby Tidning“, ein Kind erwartete: ihren Sohn Lars, genannt Lasse, den sie zunächst ins dänische Kopenhagen in Pflege gab.

Später heiratete sie Sture Lindgren (1898 -1952), mir dem sie ihren 1926 geborenen Sohn Lasse aufzog und von dem sie 1934 ihre Tochter Karin bekam. Karin war es, die 1941 während einer Krankheit den Namen „Pippi Langstrumpf“ erfand und ihre Mutter um Geschichten dazu bat. Das Buch erschien 1945. Schon ein Jahr zuvor hatte der Verlag Rabén & Sjögren den Lindgren- Erstling „Britt-Mari erleichtert ihr Herz“ herausgebracht, ein Verlag, in dem sie ab 1945 lange Jahre als Lektorin wirkte. Oetinger hat diesen Titel anlässlich des 90. Geburtstags der Autorin in einer einmaligen Sonderausgabe in Deuschland veröffentlicht.

Überflüssig, die vielen Erfolgstitel der Autorin aufzuzählen. Schätzungsweise 145 Millionen Exemplare wurden weltweit bisher verkauft, in Deutschland davon 20 Millionen Stück. Den Verantwortlichen in der DDR war die Autorin eher verdächtig; immerhin kamen vier ihrer Titel, z. T. in schlechter Ausstattung, auch dort heraus.

Was Astrid Lindgren in ihrer Kindheit hatte und als Geheimnis jeder glücklichen Kindheit begriff, hat sie mir den Worten „Geborgenheit und Freiheit“ umschrieben. „Nie Gewalt“ war das Motto ihrer Dankrede anlässlich der Verleihung des „Friedenspreises des Deutschen Buchhandels“ 1978, aus der wir im Rätsel zitiert haben.

Friedrich Oetinger (1907-1986), der nach dem 2. Weltkrieg u.a. für deutsche Verlage die skandinavischen Länder bereiste, hat Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ bereits 1949 in Deutschland herausgebracht, wo das Buch zunächst wegen seiner antiautoritäten Tendenzen genau so umstritten war wie in Schweden. Friedrich Oetinger zog sich bereits Ende der 1960er Jahre aus dem Verlagsgeschäft zurück. Mit seiner Frau Heidi (1908–2009), die den Verlag allein weiterführte, war Astrid Lindgren eng befreundet.

Die Autorin starb am 28. Januar 2002 in Stockholm und wurde in Vimmerby beerdigt. Weltweit wurden 150 Schulen nach ihr benannt. In ihrer Geburtsheimat zieht der Themenpark „Astrid Lindgrens Värld“ Scharen von Besuchern an. Der Oetinger Verlag verleiht jeweils zu ihren runden Geburtstagen den deutschen Astrid-Lindgren-Preis.

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