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Heinrich Riethmüller (60)

Heinrich Riethmüller

Heinrich Riethmüller wird heute 60 Jahre alt. Matthias Heinrich (Brockhaus Commission) und Anton Neugirg(Buchhandlung Pustet gratulieren dem Mit-Geschäftsführer der Osianderschen Buchhandlung und Vorsteher des Börsenvereins zum runden Geburtstag:

Heinrich Riethmüller traf ich zum ersten Mal bewusst auf der AWS-Tagung 1999 in Weimar. Als Vorstandsmitglied moderierte er mit seinen Kollegen die Tagung. Damals ahnte ich nicht, dass Heiner 15 Jahre später als einer meiner engen Freunde auf meiner Geburtstagfeier im Sommer 2014 bei „Enzo“ eingeladen sein würde. Und ich hätte ausgeschlossen, dass er an diesem Abend mit anderen meiner Freunde auf dem Boden sitzend im Keller mit einem Glas Merlot in der Hand ein WM-Spiel ansehen könnte. Es kam aber so.

Doch der Reihe nach: Gemeinsamkeiten? Zunächst ist er kleiner als ich, schlanker, der erste Eindruck war aber gewinnend, wenn wir auch sehr unterschiedlich schienen. Er feingeistiger, intellektueller und dennoch ein rational denkender Buchhändler, ich ein Zwischenbuchhändler mit Sinn weniger für Inhalte, als interessiert an funktionierenden Warenströmen.

Bereits 1999 fiel mir seine unaufdringliche Autorität auf, verknüpft mit der Fähigkeit, zuzuhören, abzuwägen und erst dann zu resümieren oder zu entscheiden, wenn er das Gefühl hat, alles sei bedacht und gesagt. Eine der Fähigkeiten, die ihn später in das höchste Amt bringen sollten, das wir in der Branche zu vergeben haben. Einige Jahre hielten wir dann losen Kontakt, unaufgeregt aber herzlich bei Treffen.

2006 trat er als SoA-Vorsitzender in den Vorstand des Börsenvereins ein, dem ich ebenfalls seit kurzem angehörte. Jetzt begann sich etwas zu entwickeln, was später einmal als „Spätzle-Connection“ bekannt werden und das uns gemeinsam über Jahre hinaus weiter an den Berufsverband binden sollte.

Sechs Jahre arbeiteten wir als Ausschussvorsitzende im Vorstand des Börsenvereins. Wir entdeckten unsere Fähigkeiten und Interessen, die wir verstärkt in die Verbandsarbeit einbringen konnten, er für das Repräsentieren im höchsten Amt, ich für die Finanzen. Parallel entwickelte sich eine Freundschaft, die es uns erlaubt, sehr private Dinge auszutauschen, mit unseren Frauen launige Stunden zu verbringen, in Pubs Fußball zu schauen (ja, Viola und ich haben Dich infiziert) und bei der wir aber exakt trennen können, was Beruf, Verband oder Privatleben ist.

Das ist eine Eigenschaft, die ich sehr schätzen gelernt habe. Man kann mit Heiner lachen, Pferde stehlen, wenn es aber beruflich wird oder Mitgliederinteressen anstehen, dann kann er situativ umschalten und ist ganz Chef, Vorstand oder heute sogar der Vorsteher.

Jetzt wird es persönlich: Heiner, Du gibst immer eine gute Figur ab, ob am Tresen beim CL-Halbfinale in der Sky-Kneipe, bei mir auf dem Balkon mit Blick über die Alb, auf der Buchmesse mit dem BP, in der Paulskirche im TV oder in Deinem Büro in Tübingen. Weil Du ein treuer Kumpel warst und geblieben bist, obwohl heute sogar ‚der Vorsteher‘, mögen Sandra und ich Dich und genießen die Stunden mit Deiner Frau Ulrike und Dir. Vielleicht verzeihen unsere Partner uns auch ein wenig das umfängliche Engagement im Ehrenamt, weil eben unsere Freundschaft unser Leben bereichert.

„Spätzle Connection“ klingt mafiös, wir sind beileibe nicht Dick und Doof, auch nicht Plisch und Plum, wenn aber jemand sagt, da kommen Heiner und Matthias, dann stehe ich voll dazu und freue mich, dass es dieses Duo gibt.

Herzlichen Glückwunsch Heiner, bleib gesund, auf viele weitere gute Jahre
Dein Matthias

Lieber Heiner,

2007 waren wir gemeinsam mit anderen Buchhändlern und Verlagsmenschen in Krakau. Dort war ich, der damals noch fast unbekannte und wenig vernetzte Oberpfälzer Buchhändler, eher ein stiller Beobachter am Rande der Reisegruppe. Doch an einem der lauen Sommerabende kamen Ulrike und Du auf mich zu und wir haben einige sehr interessante und unterhaltsame Stunden miteinander verbracht.

Ein paar Wochen später riefst Du mich an: Du wolltest mich für die Mitarbeit im Sortimenterausschuss werben. Ich sagte ab. Doch einige Monate später riefst Du wieder an, hattest dasselbe Anliegen. Dieses Mal sagte ich zu.

Dieses Vorgehen war – da bin ich sicher – typisch für Dich: Du pflegst ein großes persönliches Netzwerk, schließt echte Freundschaften und versuchst gleichzeitig, diese Menschen für ein ehrenamtliches Engagement in den Branchengremien zu gewinnen. Das geschieht aus tiefster Überzeugung für die Sache. Es geht Dir dabei nicht um Konformität: Meinungsvielfalt und das Engagement des Einzelnen stehen jederzeit im Vordergrund, und es ist eine gelungene Mischung aus Charme und Hartnäckigkeit, die dich dabei so erfolgreich macht. Für mich war es daher nur eine logische Konsequenz, dass Du im Jahr 2013 zum Vorsteher des Börsenvereins gewählt wurdest. Wie Du Deine Arbeit in dieser Funktion meisterst, ist in diesen Zeiten des rasanten Branchenumbruchs umso respektabler als ja auch Deine Aufgaben bei Osiander weiterhin vielfältig sind.

Aus unserem Abend in Krakau jedenfalls ist eine persönliche Freundschaft entstanden. Das freut mich sehr. Ich gratuliere Dir heute von Herzen zu Deinem runden Geburtstag, wünsche Dir alles erdenklich Gute und freue mich auf unsere kommenden Treffen: Sei es beruflich oder auch abseits des ‚Brachentrubels’ zu anregenden Abenden gemeinsam mit unseren Ehefrauen.

Herzlichst,
Dein Anton Neugirg

Wer auch gratulieren möchte: hr@osiander.de

Möchten auch Sie jemandem aus Ihrer Buchhandlung/Ihrem Verlag zum „Runden Geburtstag“ gratulieren? Dann mailen Sie uns einen kleinen Text und ein Foto des Jubilars/der Jubilarin: redaktion@buchmarkt.de, Stichwort: Runde Geburtstage}

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