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Voskuil: Lebensbeichte eines Büroangestellten

Drei von sieben Bänden

Gestern Abend fand in der Romanfabrik in Frankfurt die letzte Veranstaltung vor der Sommerpause statt. Michael Hohmann, Leiter des Hauses, begrüßte zum Abend über den Roman Das Büro von J.J. Voskuil die Schauspielerin Kathleen Morgeneyer, den Übersetzer Gerd Busse und sowie BuchMarkt-Mitarbeiter und Lektor Ulrich Faure.

„Wir hoffen, Voskuil und sein Werk, das sieben Bände umfasst und in den Niederlanden zwischen 1996 und 2000 erschien und Tausende begeisterte, auch in Deutschland bekannter zu machen“, sagte Hohmann.

Gerade wurde der dritte Band Plankton im Verbrecher Verlag, Berlin] veröffentlicht, Band zwei, Schmutzige Hände, kam bereits 2014 heraus, der erste Band Direktor Beerta erschien 2012 im C.H. Beck Verlag, wird jedoch auch vom Verbrecher Verlag in einer Neuausgabe vorgelegt werden. Alle sieben Bände sollen dort bis 2017 auf Deutsch herausgegeben werden.

Eine Empfehlung zu Voskuil kam vor wenigen Tagen aus der Schweiz http://www.srf.ch/play/tv/literaturclub/video/die-buchempfehlungen-der-kritiker?id=2573aed6-c27c-4770-97d1-3c1336a36324.

Kathleen Morgeneyer las Episoden aus dem Roman, „der Lebensbeichte einer kleinen Bürokratenseele“, wie Gerd Busse formulierte. Außerdem erfuhren die Gäste viel über den Autor, der von 1957 bis 1987 in einem Volkskundeinstitut in Amsterdam arbeitete und später über den Büroalltag mit all seinen skurrilen Ereignissen schrieb und einen der größten Bestseller-Erfolge in den Niederlanden hatte; bis heute ist der Roman dort Kult. Die Veranstaltung wurde durch Bild- und Original-Ton-Dokumente ergänzt.

Ob es um den Ehezwist über eine Rudermaschine, merkwürdige Unterhaltungen in einem hässlichen Kaffeeraum des Instituts, das jährliche Drama bei der Suche nach einem Motiv für die Neujahrskarten, die Zwistigkeiten zwischen Niederländern und Belgiern oder die beginnende Demenz der Schwiegermutter ging – die geschilderten Absurditäten, in denen man sich selbst wiederfinden konnte, steckten die Zuhörer sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken an.

JF

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