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Preis „Das politische Buch“ 2015 an Thomas Piketty

Für sein Buch Das Kapital im 21. Jahrhundert (C.H. Beck 2014) erhält der französische Ökonom Thomas Piketty den mit 10.000 Euro dotierten Preis „Das politische Buch“ der Friedrich Ebert Stiftung. Der Preis wird am 20. Mai im Rahmen eines Festaktes in Berlin überreicht.

Die Jury würdigt Pikettys Das Kapital im 21. Jahrhundert als ein „herausragendes Buch, in dem basierend auf der Auswertung einer beindruckenden Fülle von Quellen aufgezeigt wird, wie sich Strukturen von Kapital und Einkommen in den letzten Jahrhunderten verändert haben. Mit seinem Buch habe Piketty einen „wegweisenden Beitrag zu den hochaktuellen Debatten um soziale Gerechtigkeit und Verteilungsfragen geleistet und luzide dargelegt, wie die fortschreitenden Ungleichheiten die Demokratie gefährden.“

Auf der Shortlist des Preises standen in diesem Jahr außerdem folgende Bücher:
Heinz Bude: Gesellschaft der Angst, Hamburger Edition 2014
Paul Collier: Exodus. Warum wir Einwanderung neu regeln müssen, Siedler 2014
Yvonne Hofstetter: Sie wissen alles. Wie intelligente Maschinen in unser Leben eindringen und warum wir für unsere Freiheit kämpfen müssen, C. Bertelsmann 2014
Konrad Paul Liessmann: Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung, Zsolnay 2014
Mariana Mazzucato: Das Kapital des Staates. Eine andere Geschichte von Innovation und Wachstum, Kunstmann 2014
Philipp Ther: Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa, Suhrkamp 2014

Der Preis „Das politische Buch“ wird jährlich verliehen für eine herausragende Neuerscheinung, die sich kritisch mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen auseinandersetzt, richtungsweisende Denkanstöße gibt und ihre Inhalte einem breiten Publikum verständlich macht. Zu den bisherigen Preisträgern zählen u.a. Timothy Garton Ash, Norberto Bobbio, Hans Magnus Enzensberger, Václav Havel, Richard Sennett, Heinrich August Winkler, Colin Crouch und Hannelore Schlaffer.

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