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Vernissage „Publishers in Residence“ im Museum Strauhof in Zürich

Rund 30 deutschschweizer Verlage und die Verbände SBVV, ZBVV und SWIPS stellen mit ihrem Auftritt Publishers in Residence im Museum Strauhof in Zürich die Sache des Büchermachens in den Mittelpunkt. Von Februar bis Mai wird der 1. Stock des umstrittenen Museums Strauhofs im Rahmen einer Zwischennutzung bespielt. Das Parterre und wesentliche Teile des ersten Stocks sind der Ausstellung 60 Jahre ,Alles in Allem: Zürich im Spiegel von Kurt Guggenheims Romanchronik und von anderen Autoren des 20. Jahrhunderts gewidmet.

Die Residenz ist eingerichtet mit einem langen Tisch, mit Verlegersesseln, mit Büchern natürlich und einem Parcours, der den Weg vom Manuskript des Autors bis zum Buch in den Händen des Lesers beschreibt.

Bei Publishers in Residence finden aber vor allem rund 50 Veranstaltungen statt, bei denen auf vielfältigste Weise Einblick in die Verlagswelt gewährt wird: In der Reihe Heute im Büro kann an 13 Nachmittagen Verlegerinnen und Verlegern bei ihrer Arbeit über die Schulter geblickt werden, in Workshops lernt man, wie man ein Cover gestaltet, sein Manuskript anbietet, einen Klappentext schreibt. Auf zahlreichen Verlagsabenden sind Lesungen und Verlagsgeschichte(n) zu erleben, editorische Großtaten erfahren an Herausgeberabenden die verdiente große Aufmerksamkeit, und unter dem Titel Publishers in Resistance diskutieren Büchermenschen über die aktuellen Herausforderungen der Verlagswelt.

„Wir wollen dem Publikum zeigen, was wir machen, was wir können, woher die Bücher kommen, und wir wollen den Beweis antreten, dass Verlagsarbeit Kulturarbeit ist!“, so Projektleiterin Daniela Koch bei der Eröffnung im Stadthaus.

Gastredner war der Schweizer Autor Klaus Merz: „Es freut mich, dass die Verlage sich in die Strauhof-Bresche geschlagen haben, um anhand ihrer Ausstellung Vom Manuskript zum Buch und mit einem weitgefächerten und subtilen Begleitprogramm aufzuzeigen, was rund ums literarische Buch alles geschieht – und auf dem Spiel steht! wenn wir, als wache, demokratische, also lesende Zeitgenossen, dazu nicht entschlossen und handfest Sorge tragen.“

Das ganze Programm im Internet unter www.publishersinresidence.ch.

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