Riesen-Andrang herrschte letzten Donnerstag in der katholischen Akademie des Bistums Mainz, als der ZDF-Redakteur und Vatikan-Experte Jürgen Erbacher (r.) sein neues Buch „Ein radikaler Papst“ vorstellte. Auch Ortsbischof Kardinal Karl Lehmann (l.) war gekommen, um vor rund 300 Besuchern die inhaltlichen Schwerpunkte der Darstellung zu erläutern.

Jürgen Erbacher erklärte dabei den Titel seines Buches so: „Im Wort ‚radikal‘ steckt auch das lateinische Wort für Wurzel, radix. Franziskus möchte eine radikale Rückbesinnung auf die Wurzeln des christlichen Glaubens: auf Christus.“ Um Gegenwart und Zukunft zu verstehen, gelte es aber auch einen Blick auf die Biografie und die Heimat des Papstes zu werfen. Dabei sei ihm als Autor wichtig zu zeigen, „dass Franziskus in seinen Worten und Gesten authentisch ist. Das heißt der Vorwurf, er mache Show, nicht gerechtfertigt ist.“

zum Buch
Kardinal Lehmann betonte in seiner Laudatio: Jürgen Erbacher habe keine Biografie im klassischen Sinne geschrieben. In 14 Kapiteln gelinge ihm vielmehr eine „wechselseitige Spiegelung im Dreiecksverhältnis von jüngster Papstgeschichte, Lebensgeschichte Bergoglios und Gegenwart der Kirche“, „anschaulich und verlässlich.“ Abschließend würdigte Kardinal Lehmann das im Münchener Pattloch Verlag erschienene Buch mit den Worten: „Ich kann nur noch sagen. Lesen Sie selbst! Sie werden nicht enttäuscht! Ich kann Sie nur zur eigenen Lektüre ermutigen.“ Das Gespräch zwischen Erbacher, Lehmann und dem Publikum, das anschließend geführt wurde, moderierte Droemer Knaur-Mitarbeiterin Beate Schley.







