Nach über einem Jahr Leerstand wurden gestern die Räumlichkeiten der Universitätsbuchhandlung Heinrich Frank in München-Schwabing neu eröffnet: Unter dem programmatischen Namen Lost Weekend entstand ein bisher nicht dagewesenes Konzept.

So werden in den umgebauten Räumen in der Schellingstraße zwar weiterhin Bücher angeboten, allerdings setzt das Programm deutliche Schwerpunkte: Lost Weekend hat sich auf das Gesamtprogramm von Reclam spezialisiert. In der Buchhandlung findet man über 3.000 Bände der bunten Büchlein – insgesamt 33 Meter – die alle Epochen von der Antike bis in die Neuzeit durchlaufen – inhaltlich abgestimmt auf das Vorlesungsverzeichnis der nahen Ludwig Maximilian Universität, wie Reclam-Marketing- und Vertriebsleiter Dr. Karl-Heinz Fallbacher verrät. Daneben gibt es ein Angebot für Philosophie und Kulturwissenschaft, moderne Literatur, eine Auswahl an Graphic Novels und an internationalen Zeitschriften.
In einem „curated shelf“- Regal geben außerdem wechselnde Kuratoren ihre Buchempfehlungen ab. So soll eine ganz eigene, besondere Sammlung entstehen. Hier sollen Personen mit unterschiedlichsten Hintergründen zum Einsatz kommen, ganz nach dem Vorbild der Inhaber von Lost Weekend, darunter Michi Kern, einer der bekanntesten Clubbesitzer (Pacha) der Stadt.
Außerdem mit an Bord: Die Kunsthistorikerin Elisabeth Kieser und der Berliner Konzeptkünstler Björn Wallbaum, die sich um die Einrichtung und weitere konzeptionelle Inhalte kümmern. Gastronom Markus Horn sorgt für die Abläufe im vegan ausgerichteten Coffeeshop und die Buchhandlung organisiert Irene Held.
Lost Weekend ist ab sofort für „Studenten, Dozenten und Liebhaber der modernen Literatur aus München, Deutschland und der Welt“ geöffnet.