
Eben ist auf der Buchmesse in Frankfurt offiziell bestätigt worden, dass die Tolino-Allianz aus Thalia, Weltbild, Hugendubel, dem Club Bertelsmann und der Telekom mit Libri einen weiteren Partner hat. Was auch heißt, dass das Tolino-Konzept im zweiten Anlauf eine neue Chance bekommt, die vom unabhängigen Buchhandel dringend erwartete Branchenlösung zu werden.
Die Gespräche mit MVB, der Wirtschaftstochter des Börsenvereins, in diese Richtung waren vor einem Jahr ergebnislos abgebrochen worden: die Einstiegshürden waren aus Sicht von MVB-GF Ronald Schild zu hoch, man hätte sich angeblich mit rund einer Million Euro an den aufgelaufenen Entwicklungskosten beteiligen sollen. Und: Man hätte sich verpflichten müssen, keine weiteren Lesegeräte im Laden zu führen.
Das mag auch der Grund sein, dass eine wirklich übergreifende Branchenlösung immer noch nicht in Sicht ist: der große Libri-Wettbeweber KNV setzt weiter auf die Lesegeräte von pocketbook – die (noch?) nicht in das Cloud Konzeopt von Tolino einbezogen werden können: Denn was die Entwicklung so exklusiv und zur erwünschten ernsthaften KINDLE Alternative macht ist, dass alle für den Tolino erworbenen Bücher auf weiteren Endgeräten wie Smartphones und weiteren Geräten wie iPads etwa gelesen werden können.
Die neue Partnerschaft mit Libri öffnet Buchhandlungen und Ihren Kunden das führende E-Book-System im deutschsprachigen Raum. Die wichtigste Nachricht für Buchhändler: Alle tolino-Reader werden schon vor dem Eintreffen beim Leser fest mit dem E-Book-Shop des Verkäufers verknüpft. So bleiben die Folgeumsätze mit E-Books der jeweiligen Buchhandlung erhalten. Der Reader tolino shine wird ab sofort in allen Online-Shops angeboten, die über Libri.Shopline betrieben werden. Nach der Buchmesse wird es von Libri Aktionspakete mit Readern und POS-Displays geben.