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Die Gewinner des Literaturpreises der Europäischen Union

Uglješa Šajtinac, Pierre J. Mejlak, Marente de Moor,
Armin Öhri, Janis Jonevs und Ben Blushi

Heute Vormittag hat Michel Magnier, Direktor der Direktion Kultur und Kreativität der Europäischen Kommission, in Vertretung von Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, im Lesezelt auf der Agora die Preisträger des Literaturpreises Europäische Union bekannt gegeben.

Die besten Nachwuchsautorinnen und -autoren Europas 2014 sind: Ben Blushi (Albanien), Milen Ruskow (Bulgarien), Makis Tsitas (Griechenland), Oddný Eir (Island), Janis Jonevs (Lettland), Armin Öhri (Liechtenstein), Pierre J. Mejlak (Malta), Ognjen Spahić (Montenegro), Marente de Moor (Niederlande), Uglješa Šajtinac (Serbien), Jan Němec (Tschechische Republik), Birgül Oğuz (Türkei) und Evie Wyld (Vereinigtes Königreich).

Sechs von ihnen – Ben Blushi, Janis Jonevs, Armin Öhri, Pierre J. Mejlak, Ognjen Spahić und Marente de Moor – waren anwesend. Die offizielle Verkündung der Preisträger fand erstmals auf der Frankfurter Buchmesse statt.

Alle Preisträger erhalten jeweils 5.000 Euro und die Aufmerksamkeit der großen Buchmessen Europas, wie z.B. Frankfurt, London Göteborg und das Passa-Porta-Festival in Brüssel.
Ziel ist es, die beste zeitgenössische Literatur Europas zu präsentieren sowie den grenzüberschreitenden Verkauf und die Übersetzung, Veröffentlichung und Lektüre von Lyrik und Prosa aus anderen Ländern zu fördern. Übersetzungen können aus dem 2014 erstmals aufgelegten EU-Programm „Kreatives Europa“ mit einem Volumen von 3,6 Millionen Euro finanziell unterstützt werden; das soll den Autoren helfen, auch über Landes- und Sprachgrenzen hinweg Leser anzuziehen..

Der Literaturpreis der EU wird seit 2009 vergeben. Für 56 von insgesamt 59 Preisträgern wurden für die Übersetzung ihrer Bücher in 20 eurpäische Sprachen Gelder von der EU bewilligt.

Am 18. November werden die diesjährigen Preisträger und Preisträgerinnen im Concert Noble in Brüssel im Rahmen einer Galaveranstaltung ausgezeichnet.

Im Anschluss an die Verkündung der Preisträger diskutierte die dänische Autorin Janne Teller mit dem Schriftsteller Michail Schischkin (Russland}, den Autorinnen Kari Lipson (Finnland), Marica Bodrožić (Deutschland} – beide Preisträger 2013 – und Mely Kiyak (Deutschland} über die Bedeutung einer solchen Auszeichnung und über die gegenwärtige Situation in Europa. Dabei wurde schnell deutlich, dass Sprachbarrieren und vor allem Grenzen in den Köpfen der Menschen es verhindern, den jeweils anderen zu verstehen.

Zwar hätten Bücher noch keine Apokalypse stoppen können, wie Michail Schischkin bemerkte, aber man dürfe angesichts der weltweiten Krisen nicht schweigen.
Bücher, so sagte Kari Lipson, stärkten die Hoffnungen der Menschen und seien ein Mittel, um der Propaganda autokratischer Machthaber etwas entgegen zu setzen.

Mely Kiyak regte die Einrichtung eines Portals an, auf denen europäische Bücher in Übersetzungen gelesen werden können.

Michail Schischkin sprach sich für ein internationales Literaturfestival beispielsweise in Odessa aus, um ein Zeichen zu setzen.

Anlässlich der Bekanntgabe des Literaturpreises ist eine Anthologie erschienen, in der alle Geschichten der Preisträger in Englisch und in der Originalsprache sowie ein Kurzporträt der Autoren veröffentlicht sind.

JF

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