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Nadja Kneissler eröffnete die Fachgruppenversammlung Verlage

Im Berliner Congress Centrum hat Nadja Kneissler heute Nachmittag die Fachgruppenversammlung Verlage eröffnet.

Auf der Agenda stand zunächst das Thema Metadatenbank VLB+. Ronald Schild stellte die Bedeutung der Qualität von Metadaten für den Verkaufserfolg in den Vordergrund, bevor er das Mikrofon an Armin Gmeiner übergab. Der Verleger gehörte zur Task Force aus Vertreter von Buchhandlungen, Verlagen und Barsortimenten, die sich in den vergangen Monaten mit den Themen Metadatenbank und digitale Vorschau beschäftigt hat [mehr…]. Die Gespräche hätten in sehr schöner und konstruktiver Atmosphäre stattgefunden, sagte er. Das Ergebnis ist bei der MVB abrufbar.

Die MVB werde eine unabängige „Bewertungsdatenbank für den Buchhandel“ entwickeln, in die Bewertungen von Kunden einfließen sollen. Die „Digitale Vorschau“ will Schild als umfassendes Titelinformstionssystem verstanden wissen, als ein Tool, das zugleich ein Arbeitsmittel für den Buchhandel und ein Marketinginstrument für den Handel ist.

Die Neuentwicklung des VLB soll Ende des Jahres abgeschlossen sein. Schon jetzt fange man damit an, ein finanzielles Anreizsystem für die Verlage zu schaffen. Verlage, die ihre Daten vollständig liefern, sollen künftig günstigere Titelmeldegebühren zahlen.

Für den Verlegerausschuss sprachen Nadja Kneissler und Peter Kraus vom Cleff über die Arbeit der Arbeitskreise im vergangen Jahr und gaben einen Ausblick auf die Schwerpunkte in den kommenden zwölf Monaten. Kneissler appellierte an die Verlage, sich in den Arbeitskreisen zu engagieren. Auf politischer Ebene komme es unter anderem darauf an, Lobbyarbeit zu machen, damit das Freihandelsabkomen die Buchpreisbindung nicht gefährde.

Kurz vorgestellt wurde auch das neue Konzept der Frankfurter Buchmesse. Ein wichtiger Punkt ist die Stärkung der Halle 4.2., in der sich die Fachverlage präsentieren.

Justitiar Christian Sprang wies kurz auf eine wesentliche Änderung in der Steuergesetzgebung hin: Ab Januar 2015 wird die Mehrwertsteuer auf das Bestimmungslandprizip umgestellt. Zum Abschluss erläuterte Sprang Aktuelles zum Urheberrecht. Es liege mittlerweile ein Positionspapier vor, das als Argumentationshilfe die Haltung des Börsenvereisn zum Urheberrecht darglegt. Das Dokument soll verbandsinternen Zwecken dienen und nicht veröffentlicht werden. Sprang sprach sich auch gegen die Einführung einer Allgemeinen Wissenschaftsschranke aus. Es sei vielmehr wichtig, bestehende Schranken für Bildung und Wissenschaft abzubauen.

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