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Aufruf zum 2. Jugendliteraturpreis in Frankfurt Rhein-Main

Viviana Iparraguirre, Viviana Macaluso,
Levend Seyhan und Anna Zähter

Vor vier Jahren kam Levend Seyhan auf die Idee, in Frankfurt einen Jugendliteraturpreis auf die Beine zu stellen. „Es gibt unglaublich viele Talente“, ist sich der Autor, der seit 20 Jahren schreibt, sicher. 2013 wurde sein Debütroman Torben stirbt im Wohnzimmer im Frankfurter Größenwahn Verlag veröffentlicht, er hat außerdem Drehbücher und Gedichte geschrieben und ist in Anthologien vertreten.

Mit dem Wettbewerb will Seyhan Jugendlichen Mut machen, ihr Selbstvertrauen stärken, ihnen eine Plattform geben. „Natürlich lässt sich so etwas nicht alleine stemmen. Deshalb haben wir Institutionen und Vereine angesprochen, die AWO ins Boot geholt, den Verein „spich!“, die Stadtbücherei und wurden von weiteren Stiftungen und Unternehmen unterstützt“, erklärt der Initiator.

Inzwischen ist das Sponsorenfeld weiter gewachsen. Seyhan wollte nicht irgendeine kleine und beliebige Veranstaltung, sondern schon einen Wettbewerb mit Anspruch. Mit einer sechsköpfigen Jury, einem Fest und mit Preisen.

Der erste Jugendliteraturpreis war gleich ein Erfolg, die Preisträgerinnen erinnern sich gerne an die Abschlussveranstaltung in der Stadtbücherei im Januar 2013. „Mir half der Text, eine schwierige Situation zu bewältigen“, erklärt die 19-jährige Viviana Iparraguirre. „Als wir lasen, war kein Mucks im Saal zu hören.“ „Es war ein Schreiben mit einem Ziel. Das Vorlesen zur Abschlussveranstaltung war echt schön und berührend“, meint Viviana Macaluso (17). „Der Workshop vor dem Wettbewerb hat mich mehr geprägt als das Fest selbst. Aber die offizielle Anerkennung ist schön“, sagt Anna Zähter (20). Das Preisgeld war nett, jedoch schnell wieder ausgegeben. An den Geschenkkorb jedoch erinnern sich die Ausgezeichneten lebhaft, er enthielt auch Bücher. Und wirkt so nachhaltiger als die finanzielle Prämie. Alle drei träumen davon, Schriftstellerinnen zu werden und wissen gleichzeitig, dass bis dahin noch ein weiter Weg zurückzulegen ist. Also entscheiden sich alle dafür, zunächst etwas Anderes zu lernen oder zu studieren.

Vom ersten Wettbewerb liegen mittlerweile die Anthologie Der Traum mit den 17 Teilnehmer-Geschichten und eine Dokumentation vor.

Der zweite Wettbewerb hat längst begonnen. Bis zum 30. September haben Jugendliche Zeit, ihre Geschichten per Mail an jugendliteraturpreis@kriegkstr12.de zu schicken. „Diesmal gibt es drei Altersgruppen, das hat uns die Erfahrung gelehrt“, sagt Levend Seyhan. Die gesamten Teilnahmebedingungen finden Interessierte unter www.julip-frankfurt.de.

JF

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