Auch im Oktober waren die Umsätze rückläufig, meldet Branchen-Monitor Buch. Die Vertriebswege Sortiment, Warenhaus und E-Commerce schlossen mit minus 2,4 Prozent unter dem Vorjahresmonat ab (September minus 5,9 Prozent, August minus 3,3 Prozent). Kumuliert liegen die ersten zehn Monate des Jahres nun mit minus 0,2 Prozent leicht unter dem Niveau des Vorjahres.
Der gesonderte Blick auf den Sortimentsbuchhandel zeigt, dass sich der Jahrestrend fortsetzt: Der Rückgang im Sortiment ist fünf Monate in Folge kleiner als in den drei Vertriebswegen gesamt und liegt aktuell im Oktober bei minus 1,2 Prozent (Barverkauf). Kumuliert liegt das Jahr im Buchhandel vor Ort damit genau auf Vorjahresniveau. Das Rechnungsgeschäft erzielte im Oktober ein Minus von 14,0 Prozent.
Wie schon in den Monaten zuvor stand mit Blick auf die Editionsformen im Oktober das größte – und aktuell auch das einzige – Minuszeichen vor Taschenbüchern: Dieses Format schloss mit minus 10,2 Prozent (September: minus 14,3 Prozent). Hardcover und Hörbücher konnten im zweiten Herbstmonat hingegen 0,5 Prozent bzw. 1,6 Prozent hinzugewinnen (September minus 2,9 Prozent bzw. plus 3,3 Prozent).
Während der Oktober für die Mehrzahl der Warengruppen ein guter Monat war, musste die Belletristik zum dritten Mal in Folge zweistellige Umsatzrückgänge verkraften. Hier schlug ein Minus von 10,8 Prozent zu Buche (September: minus 14,6 Prozent / August: minus 10,1 Prozent). Zentraler Grund dafür erneut: die fehlenden und umsatzstarken Shades-of-Grey-Bände des vergangenen Jahres. Im September und Oktober 2012 erschienen der zweite und dritte Band. Kein so guter Monat war es außerdem für Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik (minus 4,7 Prozent). Und auch das Sachbuch musste mit einem Minus von 0,1 Prozent einen kleinen Verlust einstecken.
Alle anderen Segmente konnten im Vergleich zum Vorjahres-Oktober Umsätze hinzugewinnen. Vor allem die Ratgeber hatten mit einem Plus von 7,9 Prozent einen starken Monat. Auch Reiseliteratur und Kinder- und Jugendbücher gewannen je 4,7 Prozent hinzu. Und bei Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft sowie Geisteswissenschaften, Kunst, Musik schlugen 1,0 Prozent bzw. 0,7 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr zu Buche.






