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Die KrimiZEIT-Bestenliste November – hier zum Ausdrucken

Heute ist die KrimiZEIT-Bestenliste November 2013 in der Wochenzeitung DIE ZEIT erschienen; hier können Sie die Liste downloaden und als Plakat ausdrucken: download(11-KrimiZEIT-Bestenliste_November_2013.pdf). Auf Platz 1 der KrimiZEIT-Bestenliste November ist weiterhin Unter dem Auge Gottes von Jerome Charyn.

Neu auf der KrimiZEIT-Bestenliste Oktober finden Sie:
Auf Platz 2: Krieg der Bastarde von Ana Paula Maia (original 2007: A guerra dos bastardos)
Die ehemalige Punkmusikerin Ana Paula Maia aus Iguaçu entfacht einen Wirbel aus Chaos und Gewalt. In dessen Zentrum eine Tasche voll Kokain, die dem Pornodarsteller Amadeu in die offenen Hände fällt. In den Versuch, das Koks zu retten und zu Geld zu machen, sind u.a. eine Boxerin, eine einbeinige Filmregisseurin und ein Pudel verwickelt. „Die 36-jährige Autorin hat den ‚Verkommenen, Maßlosen und Abtrünnigen’ einen so mörderischen wie übermütigen Roman gewidmet, eine brasilianische Mischung aus Punk und Pulp: Voller Zitate, heiter, frivol und makaber, aber niemals wirklich schwarz“. (Thekla Dannenberg)

Auf Platz 3: M von Friedrich Ani
Friedrich Ani führt Tabor Süden und die Detektei Liebergesell in eine katastrophische Konfrontation mit der völlig aus dem Ruder laufenden Münchner/bayerischen Naziszene. Und stellt zugleich die Frage nach der Macht der Liebe über alle ideologischen Parteiordnungen hinweg. „Jemand ist verschwunden, auf diese Formel lassen sich die meisten der Ani’schen Tabor-Süden-Romane bringen. Welch welthaltigen Wahnsinn und einsamkeitsverliebten Tiefsinn Ani aus dieser einfachen Konstellation zieht, verblüfft jedes Mal wieder.“ (Andreas Ammer)

Auf Platz 5: 61 Stunden von Lee Child (original 2010: 61 hours)
Immer bizarrer und grotesker entwickeln sich die Plots des ehemaligen britischen TV-Produzenten Jim Grant, der als Lee Child mit seinen Romanen um den Ex-Militärpolizisten Jack Reacher gegenwärtig die Spitzenposition des intelligenten Action-Thrillers einnimmt. Im konkreten Fall muss sich Reacher in den 1,60 m niedrigen Tunneln eines bizarren Survival-Bunkers aus den voll paranoiden Frühzeiten des Kalten Krieges mit einem winzigen Latino-Drogenboss prügeln, der irrerweise Plato heißt.

Auf Platz 6: Dirty Old Town von Garry Disher (original 2010: Dirty Old Town/Wyatt)
Wyatt, der schlanke, smarte Verbrecher aus Australien („Er ist wie ein Hai, er lässt nicht locker“) genießt unter den Fans der harten Ware ähnlichen Kultstatus wie Parker, der Held Richard Starks. In diesem, seinem siebten Wyatt – der erste erschien 1991 – kommt der Londoner Finanzplatz nach Melbourne. Eine Riesenmasse geklauter Wertpapiere steckt in dem Koffer, den Watt und Co. Erbeuten, statt der erwarteten Juwelen. Wyatt muss kämpfen, nicht nur um die Beute, sondern auch um eine Frau mit dem anspielungsreichen Namen Starck. „Wyatt-Romane sind Spitze, eine ganz eigene Spielklasse.“ (Thomas Wörtche)

Auf Platz 7: Sag, es tut dir leid von Michael Robotham (original 2012: Say You’re Sorry)
Der Australier Michael Robotham lässt seinen an Parkinson erkrankten Psychologen Joe O’Loughlin diesmal in dessen Kerngebiet operieren: in zerstörten Familien. Als einem von zwei Mädchen, die vor drei Jahren entführt und seitdem gefangen gehalten wurden, die Flucht gelingt, gerät Oxford in Aufruhr. Das zweite Mädchen muss gefunden werden, O’Loughlin wird gebraucht. Parallel zur Suche erfahren wir aus einem Tagebuch, wie es der immer noch gefangenen Piper Hadley im Keller geht.

Auf Platz 8: Ohne jeden Zweifel von Tom Rob Smith (original 2014: The Farm)
Nach drei Romanen um den unerschütterlichen Ermittler Leo Demidow, der sogar den Stalinismus überlebt, wendet der junge britisch-schwedische Autor sich nach einer 180-Gradkehre dem persönlichen Familien-Background eines jungen Landschaftsgärtners zu. Als seine schwedische Mutter sich nach einer Flucht aus der Psychiatrie beim ihm meldet, muss er sich, eigentlich scheu und mehr an seinem Lover interessiert, seiner Mutter widmen: Spinnt sie oder hat sie Recht, wenn sie ihren Ehemann als Teil einer Kinderschänderbande erkannt hat?

Auf Platz 9: Die hohe Kunst des Bankraubs von Christopher Brookmyre (original 2002: The Sacred Art of Steeling)
Christopher Brookmyres rasanter und manchmal auch ein bisschen geschwätziger Roman um ein Künstlertrio, das seine artistischen Fähigkeiten für Bank- und andere Raubüberfälle einsetzt, liest sich wie eine gekonnte Mixtur bekannter und manchmal schon vergessener Krimiplots. Wer erinnert sich noch an „Das Mädchen aus der Cherry-Bar“ von 1967 mit Michael Caine und Shirley Maclane? „Witzig und rasant.“ (Lore Kleinert)

Dauerchampion:
Zum dritten Mal steht C. S. Forester mit Tödliche Ohnmacht auf der KrimiZEIT-Bestenliste

Monatlich wählen siebzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die zehn Titel, die ihnen am besten gefallen haben. Sie halten nach dem literarisch interessanten, thematisch ausgefallenen, besonderen Kriminalroman Ausschau. Die KrimiZEIT-Bestenliste ist eine Kooperation der ZEIT mit dem Nordwestradio, einem gemeinsamen Programm von Radio Bremen und dem NDR.

Die KrimiZEIT-Bestenliste wird in den Literatursendungen des NordwestRadios besprochen sowie im Internet unter www.zeit.de/krimizeit-bestenliste und unter www.radiobremen.de/nordwestradio/serien/krimizeit/index.html vorgestellt.

Die Jury:
Tobias Gohlis, Kolumnist der ZEIT, Sprecher der Jury | Volker Albers, »Hamburger Abendblatt« | Andreas Ammer, »Druckfrisch«, DLF, BR | Gunter Blank, »Sonntagszeitung« | Thekla Dannenberg, »Perlentaucher« | Fritz Göttler, »Süddeutsche Zeitung« | Michaela Grom, SWR | Lore Kleinert, Radio Bremen | Kolja Mensing, »Tagesspiegel« | Ulrich Noller, Deutsche Welle, WDR | Jan Christian Schmidt, »Kaliber 38« | Margarete v. Schwarzkopf, NDR | Ingeborg Sperl, »Der Standard« | Sylvia Staude, »Frankfurter Rundschau« | Jochen Vogt, Elder Critic, »NRZ«, »WAZ« | Hendrik Werner, »WeserKurier« | Thomas Wörtche, »Plärrer«, »culturmag«, »DRadioKultur«

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