
zum Buch, dort auch ein
schöner Film zum Buch)
Ein Interview in der ZEIT mit der Bundeskanzlerin nimmt Autor Matthias Willenbacher zum Anlass, mit einem weiteren offenen Brief an Angela Merkel sein Buch Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin (Herder) weiterzuschreiben.
In seinem Buch, das bereits als Brief an Angela Merkel geschrieben wurde, verspricht er bereits, seine Anteile an dem von ihm mitgegründeten Unternehmen juwi AG an eine Energiegenossenschaft zu verschenken, sollte die Kanzlerin mit der Energiewende „endlich ernst machen“.
In dem Interview der aktuellen ZEIT zeigte sich Merkel von der Richtigkeit des Atomausstiegs überzeugt. In seinem neuerlichem Brief pflichtet Willenbacher dieser Sichtweise zwar bei. Er kritisiert allerdings die fehlende Konsequenz bei der Umsetzung: „Denn der anfängliche Schwung der Energiewende ist dahin, statt Aufbruch-Stimmung gibt es eine Abbruch-Stimmung.“
Der Brief im Wortlaut:
„Liebe Frau Merkel,
ich stimme Ihnen zu, wenn Sie in der aktuellen Ausgabe von DIE ZEIT sagen: der endgültige Ausstieg aus der Kernenergie ist richtig! Doch damit alleine ist es nicht getan! Denn der anfängliche Schwung der Energiewende ist dahin, statt Aufbruch- Stimmung gibt es eine Abbruch-Stimmung. Kaum jemand spricht noch von den Vorteilen der erneuerbaren Energien: Sonne, Wind & Co. sind sauber, unbegrenzt verfügbar, preisstabil. Außerdem machen sie uns unabhängig von teuren, knapper werdenden Rohstoffen aus Krisenregionen und erhöhen die regionale Wertschöpfung. Doch worüber diskutiert die Bundesregierung? Fast ausschließlich über die Strompreise – nicht über steigende Öl-, Gas- und Benzinpreise! Nein, immer nur über Strompreise und die Umlage für erneuerbare Energien. Obwohl die Menschen für Wärme und Mobilität viel mehr ausgeben müssen als für Strom!
Deshalb habe ich in meinem insbesondere für Sie geschriebenen Buch „Mein unmoralischen Angebot an die Kanzlerin – Denn die Energiewende darf nicht scheitern!“ einen Masterplan entworfen, der uns in Deutschland stabile Energiepreise bringen würde und unseren Industriestandort erhalten wird. Im Fokus: Windenergie an Land, regional verteilt und mit den Bürgern und Energiegenossenschaft sowie mittelständischen Partnern realisiert. Kein Offshore der Großkonzerne, keine Hochspannungstrassen gegen den Bürgerwillen! Ich würde mich freuen, wenn Sie nach der Lektüre des Buches – das es übrigens in dieser Woche auf Platz 15 der Bestseller-Liste von Spiegel Online geschafft hat – Ihren drei Punkten zur Stromversorgung einen offensichtlich verlorengegangenen vierten Punkt hinzufügen würden: Umweltfreundlichkeit. Mich wundert, dass Sie diesen Aspekt der Nachhaltigkeit „vergessen“ haben.
Ihr Matthias Willenbacher – energiegeladen wie nie zuvor.“