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„Wir machen weiter“: Bilder aus Grimma

Musste vor elf Jahren schon einmal
wieder von vorn anfangen:
Marlies Uhde vor wenigen Wochen vor ihrem Laden

Klaus Kowalke (Buchhandlung Lessing und Kompanie, Chemnitz) hat auf Facebook gepostet, was er bei seinem Besuch in Grimma gesehen hat – die Bilder der Buchhandlung Bücherwurm zeigen, was das Hochwasser angerichtet hat und wie viel noch zu tun ist. Und „selbst die erste zugesagte Hilfe ist noch nicht in Sicht“. Hier sein Bericht und seine Bitten um Spenden:
„Gestern war ich in Grimma und habe eine befreundete Buchhändlerin besucht. Gemeinsam haben wir Pläne für die Wiedereröffnung berechnet und Schäden kalkuliert und festgestellt: Auch dies ist eine Mammutaufgabe. Es ist unglaublich, da werden Milliardenbeträge für die Fluthilfe von der Regierung zur Verfügung gestellt und was bekommt der einzelne Selbständige? Nichts. Bisher sind einmalige 1.500 Euro Soforthilfe der Stadt Grimma versprochen (aber noch nicht angekommen), und der Rest kann nur aus Spenden finanziert werden.

Das Sozialwerk des Deutschen Buchhandels benötigt wirklich dringend weitere Spenden, um die Totalschäden abzuwenden. (Spenden auf das Konto des „Sozialwerks des Deutschen Buchhandels“ bei der Frankfurter Sparkasse (BLZ 500 502 01), Konto-Nr. 35 15 55, überweisen mit dem Zusatz „Hochwasserhilfe 2013″). Umsatzausfall gilt nicht als Schaden!

Meine Grimmaer Kollegin wird ihren Laden allerdings nicht vor dem 1. Oktober neu eröffnen können; das Wasser stand 1,5 Meter hoch. In der Zwischenzeit wird improvisiert, und die Gewerbetreibenden in Grimma unterstützen sich gegenseitig, so kann die Buchhandlung jetzt im Juli einen Notverkauf in einem Bioladen einrichten (auch dieser war betroffen, allerdings nicht so stark). Vor allem: Jeder Laden in der gesamten Innenstadt sieht so aus … unglaublich!“

Und Bücherwurm-Inhaberin Marlies Uhde sagt: „Drücken Sie mir die Daumen, dass mein Körper durchhält und ich nochmals so einen Berg Arbeit bewältigen kann. Ich war schon 2002 extrem (Totalschaden) betroffen. Bin ja nun auch 11 Jahre älter. Buchhändler haben meist keine nennenswerte Rücklagen. Doch ich bin mit Leib und Seele Buchhändler und kann auch nichts anderes.“

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