Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell

einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
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Frankfurter Rundschau
Ein Zufallsfund: In Darmstadt ist ein neues Bild von Georg Büchner aufgetaucht.
Eine „kluge Biografie“ der Punkband: Daniel Ryser Slime – Deutschland muss sterben (Heyne)
„Der überfüllte Berg“: Walther Lücker Der höchste Berg – Traum und Albtraum Everest (Malik)
Kurze Notiz über das Schutzschirmverfahren von Suhrkamp [mehr…].
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Aufmacher in der FAZ: „Suhrkamp-Verlag beantragt Gläubigerschutz“: „Es soll der Befreiungsschlag werden, mit dem Suhrkamp sich aus der erstickenden Umklammerung seines Minderheitengesellschafters Hans Barlach lösen will“, kommentiert Andreas Platthaus. Die FAZ hat auch RA Frank Kebekus an die Strippe gekriegt. Der räumt dem Verlag gute Chancen ein. Sandra Kegel kommentiert die „Anatomie eines kühnen Plans“.
„Sensationsfund mit Fragzeichen“: Zeigt das neu aufgefundene Büchner-Bild wirklich den Dichter.
„Angenehm zurückhaltend“: Judith Kuckart Wünsche (DuMont).
Neue Sachbücher
Thomas Großbölting Der verlorene Himmel (Vandenhoeck & Ruprecht)
Die Welt
Richard Kämmerlings über das Schutzschirmverfahren von Suhrkamp. „Im worst case könnte das Erscheinen des Herbstprogramms gefährdet sein…“
Süddeutsche Zeitung
Auch hier steht Suhrkamp auf S. 1. Barlach gibt zu, davon überrascht worden zu sein – schließlich liege kein Insolvenzgrund vor. Auch Gustav Seibt hofft, daß der „Schutzschirm als Rettung“ dient, indem er die „Leidenschaften der Streitparteien heilsam auskühlen“ läßt. Auch Andreas Zielcke meint, der Verlag könne sich aus der Misere herausarbeiten. Er sieht den Hauptfehler im Konstrukt darin, Barlach so unendlich viel Einfluß auf die Finanzen des Verlags zu geben. Beispiel: Er wollte ja die Novitäten einstellen lassen und sich statt dessen auf die Backlist konzentrieren: „Ein solches Ansinnen eines Minderheitsgesellschafters würde man in jeder normalen Kommanditgesellschaft achselzuckend als Absurdität übergehen.“ Und Zielcke hofft, daß nun im Verlag eine deutliche Zäsur gesetzt wird – und eine neue Ära eingeleitet.
„Kluge, unterhaltsame Farce aufs deutsche Jahrhundert“: Ned Beauman Egon Egon Loesers erstaunlicher Mechanismus zur beinahe augenblicklichen Beförderung eines Menschen von Ort zu Ort (DuMont)
Das politische Buch
Madeleine Albright Winter in Prag (Siedler)
Paul Lendvai Leben eines Grenzgängers (Kremayr & Scheriau).
Im Wirtschaftsteil
„Nie wieder Luftschlösser“: Seit dem Platzen der Blase im Jahr 2000 wollen Anleger kaum noch in Hoffnungswerte investieren. Das Misstrauen in den „Neuen Markt“, heute etwas porosaischer „Technologiewerte“ genannt, behindert Entwicklungen in Deutschland und könnte uns weiter abhängig machen von anderen Ländern, denn in den USA sind Anleger weiter bereit in Hoffnungstechnologie zu investieren.