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Schriftstellerporträts von Renate von Mangoldt in der Autorenbuchhandlung Berlin

Ein großer Auftritt gestern Abend in Berlin: In der Autorenbuchhandlung eröffnete die Fotografin Renate von Mangoldt (Foto) eine Ausstellung mit Autorenfotos aus fünf Jahrzehnten. Ihr Buch „Autoren. Fotografien 1963-2012“ ist jetzt im Göttinger Steidl Verlag erschienen.

Das Buch wiege mehr als zwei Kilo und sei wohl gestaltet, sagte Renate von Mangoldt. „Das macht nur Steidl.“ Gewidmet hat sie das Buch ihrem verstorbenen Mann Walter Höllerer. Mit ihm beginnt auch das Buch, mit einem Foto aus dem Jahr 1963. „Er war der erste Autor, den ich fotografierte“, sagte sie im bis auf den letzten Platz besetzten Literaturcafé der Autoren buchhandlung. Höllerer verdankt Renate von Mangoldt ihre Existenz als Schriftstellerfotografin, denn er holte sie 1964 ins Literarische Colloquium Berlin. „Von da an war mein Umfeld das der Literatur“, erzählte die Künstlerin, die sich als „Zeitzeugin mit Kamera“ sieht.

Auf über 500 Seiten präsentiert der Prachtband gut 300 Schriftsteller in Schwarzweiß-Aufnahmen. Dazu enthält er ein Interview von Felicitas Hoppe und ein Nachwort von Renate Mangoldt, wie Lektor Daniel Frisch verriet.

Bei der Auswahl habe sie auf die Güte der Fotos geachtet und Bilder ausgewählt, die man gerne länger betrachtet, Fotos die berühren und überraschen, so Renate von Mangoldt, die ihr Buch als Autorenroman ohne Wörter bezeichnete. Allein die Bilder sollten von den letzten 50 Jahren erzählen. Neben den Porträts sei viel Nebensächliches zu entdecken, sagte sie und machte neugierig auf die Ausstellung, die noch bis Mitte April zu sehen ist, und auf das Buch. Der Bücherstapel in der Autorenbuchhandlung schrumpfte an diesem Abend zusehends und Renate von Mangoldt signierte lange.

ML

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