Mit dem Kauf von Oldenbourg und Akademie Verlag wächst de Gruyter um ein ganzes Stück, wir fragten Geschäftsführer Dr. Sven Fund.
buchmarkt.de: Das ist ja ein großes Programm, in welchen Zeiträumen denken Sie, wird die Integration möglich sein?

Dr. Sven Fund: Wir treten jetzt unmittelbar mit Herausgebern, Autoren und natürlich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kontakt. Die Integration startet sofort, und wir hoffen, dass in sechs Monaten der größte Teil der Arbeit hinter uns liegen wird.
Wie passt Oldenbourg in Ihr bisheriges Portfolio?
Es bringt Größe, insbesondere für unseren Bereich Geschichte ist das ein toller Fortschritt. Da können wir jetzt Marktführer werden. Aber auch im Bereich Philosophie gewinnen wir hinzu.
Lief der Verlag unter Cornelsen nicht mehr wirtschaftlich?
Die Verlage haben in den vergangenen Jahren immer eine schöne Rendite erwirtschaftet.
Was soll jetzt anders werden? Was können Sie jetzt besser machen?
Wir werden die Programme von Akademie und Oldenbourg mit denen von De Gruyter zusammenführen. Und wir sind sicher, dass unsere Erfahrungen bei der Digitalisierung von Inhalten und im internationalen Vertrieb den hinzugewonnenen Programmen zugute kommen werden. Wir freuen uns auf die Verstärkung unserer inhaltlichen Basis.
Werden Sie auf Mitarbeiter in München verzichten müssen?
Eine Antwort hierauf kann ich noch nicht geben, nun müssen wir die Kolleginnen und Kollegen in beiden Häusern erst einmal kennenlernen. Und das geschieht bei uns persönlich.