„Das Interesse an den theologischen Impulsen Joseph Ratzingers wird nach dessen Pontifikat noch einmal größer werden, da bin ich mir sicher“, zitiert Welt-Online den Verleger Manuel Herder. Nicht nur er, auch andere Verlage bringen nun ihre Papst-Titel erneut in Position.
Neuste Nachricht: Der Verlag Herder wird nach dem letzten Arbeitstag von Joseph Ratzinger einen Bildband herausgeben. Zusammen mit Weltbild werde bereits jetzt an einer entsprechenden Ausgabe gearbeitet, so Pressesprecher Andreas Bernheim: „Wir warten dann nur noch auf die letzten Bilder und dann starten wir den Druck“, so Bernheim. „Danke Benedikt“, soll er heißen. Herausgeber ist der Sekretär der deutschen Bischofskonferenz Hans Langendörfer.
Pattloch hatte bereits gestern angekündigt, die Auslieferung seiner Titel vorzuziehen. Das betrifft:
Crista Kramer von Reisswitz, Macht und Ohnmacht im Vatikan. Kardinäle, Kurie und Konklave von der langjährigen Vatikan-Korrespondentin und
Alexander Kissler: Gegen den Strom – Papst Benedikt XVI. und seine Kirche 2005-2013 von dem Cicero-Autor.
Lübbe bringt noch einmal die Biografie Benedikt XVI. – Joseph Ratzinger: sein Leben, sein Glauben, seine Ziele von Klaus-Rüdiger Mai in Position. Es gäbe bereits zahlreiche Interviewanfragen an den Autor, so Ragna Sieckmann von der Pressestelle.
Selbst Baedeker macht auf das Ereignis aufmerksam und präsentiert noch einmal seine Info-Grafiken [mehr…].
„Ich bin mir sicher, dass viele Menschen erst jetzt auf das eigentliche Anliegen dieses Papstes stoßen werden, die Frage nach Gott“, so Herder weiter gegenüber der Welt. Bernheim weist darauf hin, dass die Gesamtausgabe weiterhin ediert wird. Da ergeben sich sicher noch neue Abo-Möglichkeiten.
Inzwischen werden immer mehr Detail über die Umstände der Rücktrittserklärung bekannt und wie sie in die Presse kam. Ohne die Lateinkenntnisse der Journalistin Giovanna Chirri von der Nachrichtenagentur ANSA wäre die Meldung nicht so schnell um die Welt gegangen. Sie war die einzige Journalistin, die den lateinischen Text verstanden hatte und die Brisanz erkannte, wie die taz schrieb.
Inzwischen wird auch das Latein der Rücktrittserklärung unter die Lupe genommen. Die Welt berichtet, dass der bereits veröffentlichte Text mehrfach korrigiert werden musste bis jetzt alle Experten mit der endgültigen Fassung zufrieden waren. War man also in Rom mit dem Latein am Ende?, witzelt man nun laut Welt.
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