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Suhrkamp: Peter Handke greift Hans Barlach an

In der kommenden Ausgabe der ZEIT schaltet sich Suhrkamp-Autor Peter Handke in den Machtstreit um den Verlag ein. Wie die Wochenzeitung vorab meldet, greife der Autor Hans Barlach in einem Gastbeitrag scharf an und bezeichnet ihn als „Unhold“.

„Aber da, da ist, nein handelt ein von Grund auf Böser, ein Abgrundböser. Ein Unhold. Und der steht auf dem Boden des Rechts? Er wühlt darin, lässt darin wühlen die Horde der schwerbezahlten Mit-Unholde. Nicht recht so“, schreibt Handke demnach.

Handke wirft Barlach vor, im Verlag nach der alleinigen Macht zu streben. „Der leibhaftige HB hat, als Neueinsteiger in unseren Verlag, in unser Haus, von Anfang an keinen guten Willen gezeigt, und nicht nur war er bar jeden guten Willens, oder meinetwegen jeder bona fide, vielmehr voll, prall, aufgeblasen prall des bösen Willens, oder der mala fide, und das ist, Moment für Moment, bis zum heutigen Tag so geblieben, womöglich noch verstärkt.“

Handke macht Hans Barlach ein Friedensangebot: Er würde das Drama Der blaue Boll von Barlachs Großvater, dem Bildhauer Ernst Barlach, in andere Sprachen übersetzen, wenn der Enkel sich um das literarische Werk des Großvaters, bislang beim Piper Verlag, in einem anderen Verlag verdient machen könne. Handke kritisiert auch die Berichterstattung über seine Verlegerin scharf, es werde ein „böses Märchen“ über Ulla Unseld-Berkéwicz konstruiert. Die Öffentlichkeit müsse denken: „reiner Horror, diese Frau!“

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