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Bookboon-Umfrage: Zwei Drittel der Studenten bevorzugen gedruckte Lehrbücher

Fast zwei Drittel der deutschen Studenten ziehen das gedruckte Lehrbuch dem digitalen vor. Die Gründe: Die Printversion sei einfacher zu lesen und Text leichter zu markieren. Deutschland liegt im Vergleich damit hinter den USA, Indien und dem Vereinigten Königreich. Dies zeigt eine weltweite Umfrage des E-Textbuch-Verlages bookboon.com unter Studenten.

Bookboon.com, ein Verlag, der sich auf kostenlose digitale Lehrbücher für Studenten spezialisiert hat, hat nach eigenen Angaben 3511 Studenten an deutschen Universitäten befragt. Die Umfrage zu gedruckten versus digitalen Lehrbüchern ergab, dass 64,5 Prozent der Befragten die Printversion immer noch lieber mögen als das E-Book. In den USA liegt die Zahl der E-Book-Befürworter bei 57,8, in Indien bei 54,1 und im Vereinigten Königreich bei 41 Prozent.

Bookboon-COO Thomas Buus Madsen erklärt das so: „Das könnte daran liegen, dass die Umstellung auf E-Reader wie den Kindle oder Kobo in diesen Ländern langsamer verläuft. Diese Geräte sind erst jetzt richtig im Markt angekommen und haben damit einige Jahre Aufholbedarf.“ Die USA könnten dagegen die ersten sein, die komplett auf digitale Lehrbücher umsatteln. „Fast 58 Prozent der amerikanischen Studenten lernen mit digitalen Büchern. Das liegt u.a. daran, dass Universitäten und Verlage in den USA digitale Formate wesentlich stärker promoten und annehmen als diejenigen in Europa“, schlussfolgert Madsen.

Die Studie dokumentiert, dass 87,8 Prozent der deutschen Studenten Studienbücher zu teuer finden. Das Resultat: 94 Prozent der Befragten weigern sich meistens, das vorgeschriebene Lehrbuch zu kaufen. Wird es dennoch erworben, kaufen 46,1 Prozent der Studenten das Lehrbuch neu. Nur 25,3 Prozent besorgen sich das Buch second-hand und 28,6 Prozent über andere Kanäle. Liegt das Buch letztendlich aufgeschlagen auf dem Schreibtisch, verwenden über die Hälfte der Immatrikulierten immer oder zumindest meistens nur wenige Kapitel.

Bookboon.com veröffentlicht kostenlose Studienbücher. Momentan zählt das Angebot des dänischen Verlagshauses 800 Lehrbuch-Titel. Dieses Jahr werden 200 zusätzliche Bücher in dieser Kategorie veröffentlicht. Insgesamt 17259 Studenten haben die Fragen des Bookboon-Teams beantwortet. Die Umfrage wurde vom 1. Juni bis 1. September 2012 in folgenden Ländern durchgeführt: Deutschland, USA, Indien, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Dänemark, Schweden und Norwegen. Auf Facebook und in den verlagseigenen Newslettern wurden die Studierenden auf die Umfrage aufmerksam gemacht. Die Umfrage umfasste elf Fragen.

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