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440 Ideen für Innovationen, von denen auch Buchverlage profitieren können

Weitgehend unbemerkt von der (Fach-)Öffentlichkeit hat eine der großen Verlagsgruppen Deutschlands eine Open Innovation-Aktion durchgeführt. Ergebnis: Über 440 Ideen für die „Zeitung der Zukunft“. Die Beispiele zeigen, wie Verlage neue Wege in die Zukunft beschreiten und an manchen lässt sich vielleicht auch für Buchvelage etwas ableiten.

Nur drei Tage nachdem auf der Open Innovation-Plattform www.atizo.com das Projekt „Zeitung der Zukunft“ gestartet war, hatten die User schon 193 Ideen eingebracht. Zum Abschluss waren es gar 446 Ideen, eingebracht von ca. 80 Usern. Einzelne User brachten es gar auf über 15 Ideen, die zum Teil von eingehender Beschäftigung mit der Materie zeugen.

So wurden nicht nur Ideen für neue Produkte wie z.B. Spezialausgaben mit Bildern und Grafiken oder eine firmenspezifische Mitarbeiterzeitung in Kooperation von Verlag und Unternehmen eingebracht. Auch die innovative Inhalteaufbereitung wie eine Timeline-Darstellung von Nachrichten beschäftigt die Innovations-Community von atizo ebenso wie neue Erlösmodelle und technische Spezifika. So schlägt ein Ideengeber vor, QR-Codes, die zusätzliche Inhalte liefern, durch ein Sponsoring der QR-Codes oder ein bezahltes QR-Code-Abo zu monetarisieren. Ein weiterer Ideengeber schlägt die Verwendung des Touchcode von printechnologics vor, einer vor allem Insidern bekannten neuen Technologie zur Verbindung von Print mit Online.

Aber nicht nur Tageszeitungen machen sich vermehrt Gedanken über die Gestaltung der eigenen Zukunft und das Management von Innovationen:

So setzt der Fachverlag Wolters Kluwer die Cloud-basierte Social Innovation Management Software von Brightidea ein, um seinen Innovationsprozess zu managen, zu unterstützen und zu optimieren.
Die Mediengruppen Georg von Holtzbrinck und M. DuMont Schauberg forcieren die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter im Bereich digitale Medien: Holtzbrinck hat mit dem New Media Campus eine Weiterbildungsinitiative zur Steigerung der Professionalität und Qualität im Umgang mit New Media und zur Förderung von Innovationen gestartet, M. DuMont Schauberg eine digitale Bildungsinitiative.
Der Tivola Publishing Verlag hat mit FamilyVote ein eigenes Bewertungsportal gelauncht.
Die Hearst Corporation in den USA hat ein App Lab zur Entwicklung der mobilen Anwendung der Zukunft aufgebaut.
Und die New York Times führt mit „Ricochet“ gerade das erste Produkt aus dem eigenen R&D-Lab am Markt ein. Ricochet ermöglicht es den Kunden, relevante redaktionelle Artikel ausschließlich von Werbeeinblendungen der eigenen Marke zu begleiten.

Diese und weitere Beispiele zeigen die Bedeutung des Themas für Verlage in Zeiten der digitalen Transformation klar auf. Dennoch haben die meisten Verlage im Innovationsmanagement großen Nachholbedarf. So entfallen rund 30 Prozent des Umsatzes aller kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland auf Produkte, die nicht älter als drei Jahre sind. Dieser hohe Prozentsatz ist das Ergebnis harter Innovationsarbeit. Denn bei Deutschlands Innovatoren verwendet das Top-Management ein Drittel seiner Gesamtarbeitszeit auf die Innovationstätigkeit, beschäftigt sich also intensiv mit Innovationen, definiert klare Ziele und betreibt somit gezielt Innovationsmanagement. Und wer glaubt, systematisches Innovationsmanagement sei nur etwas für Großunternehmen und Konzerne: Diese Angaben gelten für den Mittelstand!

Immer noch herrscht der Glaubenssatz „Wenn das Management und / oder die Mitarbeiter kreativ sind, kommen früher oder später Innovationen zustande“ in vielen Verlagen vor. „Das ist schlichtweg eine Fehleinschätzung“, sagt Dr. Marco Olavarria, geschäftsführender Gesellschafter der Managementberatung Kirchner + Robrecht. „Eine der wichtigsten Managementaufgaben ist die Gestaltung der Zukunft des Unternehmens. Und will man nicht Spielball des Marktes sein, ist ein systematisches Innovationsmanagement heute wichtiger denn je“, so Olavarria weiter. Denn Veränderungsdruck und Innovationsbedarf sind gerade in der Medienbranche immens. Und damit haben Innovationen, verstanden als Neuerung und deren Verwertung, eine größere Bedeutung für Verlage als je zuvor.

Das Executive Paper „Innovationsmanagement und Innovationsstrategie für Verlage – eine Einführung zur aktiven Gestaltung der Zukunft“ stellt die oben aufgeführten Cases dar und liefert einen fundierten Einblick ins Thema Innovationsmanagement. Es skizziert die sieben wichtigen Punkte auf dem Weg zu einer Innovationsstrategie, stellt Lösungen und Checklisten für erfolgreiches Innovationsmanagement in Verlagen dar und bildet somit eine hervorragende Grundlage für jeden, der sich mit dem Thema intensiver beschäftigen möchte.

Das kostenfreie Papier kann gegen Registrierung unter http://www.kirchner-robrecht.de/aktuelles/wissenswertes/ep-innovationsmanagement/ heruntergeladen werden.

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