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Christian Damke über das Skoobe Konzept

Heute ist die „mobile E-Book-Bibliothek“ [Skoobe (Logo) an den Start gegangen [mehr…], bei der Leser sich regelmäßig Bücher ausleihen und lesen können.

Wir haben Skoobe-Geschäftsgührer Christian Damke dazu befragt:]

Skoobe ist eine mobile Bibliothek für Bücher. Was heißt das für den E-Book-Markt?

Man sieht in dem nun auch in Deutschland sich entwickelnden E-Book-Markt sehr deutlich, dass es unterschiedliche Nutzertypen mit sehr unterschiedlichen Anforderungen gibt. Wir

Christian Damke:
Wir erreichen auch Leser,
die nicht im Laden kaufen würden

haben eng mit Verlagen und Autoren daran gearbeitet, das Beste aus der digitalen Welt mit den Vorteilen einer herkömmlichen Bibliothek zu kombinieren. Skoobe erreicht auch Leser, die bisher keine Buchhandlungen besuchen.

Das macht Skoobe für Verlage und Autoren attraktiv, der Buchhandel wird weniger begeistert sein?

Skoobe ist attraktiv für Kunden, die sonst keine Bücher für ihre mobilen Geräte gekauft hätten – sondern ihre Zeit anders nutzen würden. Die mobile Bibliothek verhindert Casual Piracy gerade bei jüngeren Zielgruppen durch ein attraktives, Geräte übergreifendes Angebot. Bei Skoobe bekommen die Verlage und damit auch die Autoren eine Beteiligung für jedes geliehene und gelesene Buch. Der Erlös in einem Leihmodell ist natürlich nicht identisch mit einem Verkaufserlös.

Ihr Geschäftsmodell….?

Wir sind ein Unternehmen aus der Verlagsbranche und können nur dann erfolgreich sein, wenn Autoren und ihre Verlage eine sehr attraktive Vergütung bekommen. Wir sehen Skoobe als Zusatzangebot. Wir wollen zusätzliche Kundengruppen erreichen. Daneben wird das Angebot von sehr einfach verfügbaren Leseproben mit Sicherheit auch einen positiven Effekt auf Buchkäufe in den klassischen Vertriebswegen, also dem Buchhandel, haben. Außerdem bietet die Mitgliedschaft bei Skoobe Lesern die Möglichkeit, den gleichen Titel digital unterwegs zu lesen, daheim aber zur klassischen Printausgabe, die sie gekauft haben, zu greifen.

Sie haben das Konzept lange getestet…

Es geht bei Skoobe nicht darum, klassische Handelsfunktionen zu übernehmen. Der Markt ist noch sehr jung und wir wollen erst einmal sehr viel mehr über die Bedürfnisse und Interessen der Leser und Kunden erfahren und das Kulturgut Buch in der gewohnten Qualität und Haptik in die Welt der Smartphones und Tablets übersetzen.

Gefährden Sie mit solchen Modellen nicht grundsätzlich die Preisbindung?

Wir verkaufen keine E-Books, wir verleihen während ihrer Mitgliedschaft einzelne Titel an Skoobe-Mitglieder. Unsere Gesellschafter unterstützen seit vielen Jahren ausdrücklich die Preisbindung für Bücher und E-Books, daran wird sich durch den Start von Skoobe nichts ändern.

Wie viele Bücher hat Skoobe denn im Sortiment?

Wir haben aktuell über 8000 Titel von über 70 Verlagen im Angebot und versuchen für jedes Mitglied das richtige Buch anzubieten. Wir bedienen eine andere Zielgruppe als der E-Book-Handel und versuchen auch spannende Titel aus der Backlist zu empfehlen. Wir planen aber kein Vollsortiment, sondern wollen eine möglichst große Auswahl an unterhaltender Literatur der Publikumsverlage offerieren, keine Fachbücher oder Diplomarbeiten. Wir sind in intensivem Austausch mit zahlreichen weiteren Verlagen und sind sehr zuversichtlich, bald mehr Titel ins Angebot aufnehmen können.

Social Media gehört auch zum Konzept?

Skoobe hat eine Fanseite auf Facebook mit über 4000 Fans und wir arbeiten eng mit diesen Fans zusammen. Wir sehen Seiten wie Facebook und Twitter als Kanal, mit unseren Nutzern zu kommunizieren, natürlich stehen wir auch telefonisch und per E-Mail zur Verfügung, um Fragen zu beantworten.
Die Fragen stellte Christian von Zittwitz

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