
Alexander U. Martens (76 – Foto), in einem seiner ersten Leben Pressesprecher des Börsenvereins und dann Chefredakteur des „Börsenblattes“, ist im Staatstheater Darmstadt die Goethe-Plakette des Landes Hessen verliehen worden.
Die Goethe-Plakette ist die älteste Auszeichnung, die das Land Hessen zu vergeben hat, zugleich ist sie die höchste Ehrung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst: Seit 1949 wird sie an Persönlichkeiten verliehen, die Kunst und Kultur in besonderer Weise gefördert und geprägt haben. Überrecht wurde ihm die Auszeichnung von Staatsminsterin Eva Kühne-Hörmann, die die Plakette „als Ermunterung zum Weitermachen“ verstanden wissen wollte.
Alexander U. Martens war nach der Ausbildung zum Verlagsbuchhändler beim Kohlhammer Verlag in verschiedenen Verlagen tätig und von 1964 bis 1975 Kommunikationschef des Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Frankfurter Buchmesse. In dieser Zeit begründete er die Schriftenreihe des Börsenvereins, deren Herausgeber er bis zu seinem Ausscheiden dort war. Dann wechselte er zum Fernsehen, wo er zwanzig Jahre lang beim ZDF als Kulturredakteur und Moderator der Sendung „aspekte“ arbeitete. Der „aspekte“-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosa-Debüt geht auch auf seine Initiative zurück. Von 1991 bis 2001 war Martens gleichzeitig Lehrbeauftragter der Technischen Universität Darmstadt für Sprach- und Literaturwissenschaften.
Der Stadt Darmstadt und ihrem Kulturleben gilt sein besonderes Augenmerk: Ende 2004 hat er die traditionsreichen „Darmstädter Gespräche“ aus den 1950er Jahren wiederbelebt (die seither sechs mal im Jahr stattfinden) und den Verein „Neue Darmstädter Gespräche e.V.“ ins Leben gerufen, um gesellschaftliche und kulturelle Themen in öffentlichen Diskussionsrunden zu behandeln.