
Gestern Abend wurde in der Akademie der Künste am Hanseatenweg in Berlin die Ausstellung „100 Jahre Max Frisch“ eröffnet. Erstmals sind Auszüge aus Max Frischs bisher unveröffentlichtem „Berliner Journal“ zu sehen, mit neuen Einblicken in Frischs Zeit in Berlin in den 1970er Jahren und das literarische Umfeld in Ost und West.
Im April 2011 war die Sperrfrist für dieses literaturhistorische Dokument abgelaufen. Nach der Sichtung des Bestands hat der Stiftungsrat der Max-Frisch-Stiftung beschlossen, dass das „Berliner Journal“ aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen nicht als Ganzes veröffentlicht wird, einige Texte aber gezeigt werden dürfen. 29 Blätter daraus werden nun – ergänzt durch Briefe und Fotos aus dem Archiv der Akademie der Künste – in Berlin gezeigt. Die Auszüge aus dem Journal stammen aus den Jahren 1973 und 1974. Max Frisch berichtet u.a. von Treffen mit Christa und Gerhard Wolf.
Die Auszüge aus dem „Berliner Journal“ sind im Rahmen der Ausstellung„100 Jahre Max Frisch“ zu sehen, einer Übernahme aus dem Museum Strauhof in Zürich, die sich anlässlich des 100. Geburtstags des Schriftstellers im Jahr 2011 auf die aktuelle Rezeption konzentriert. Neben Interviews u.a. mit Schriftstellern, Lesern, Schülern, Professoren und Politikern zeigt die Ausstellung Notizbücher und Originaltyposkripte, Fotos und Filmausschnitte, Briefe, Architekturpläne und Objekte.
Parallel zu der Schau, die noch bis zum 11. März zu sehen ist, bringt die von der Akademie der Künste herausgegebene Zeitschrift Sinn und Form in ihrer aktuellen Ausgabe (1/2012) die Erstveröffentlichung des Briefwechsels der Jahre 1984 – 1990 zwischen Max Frisch und seiner amerikanischen Verlegerin Helen Wolff (ISBN 978-3-943297-03-4).







