
Fridolin Hemmes, der langjährige Geschäftsführer der von ihm aufgebauten Kölner Herder Buchhandlung, ist am 27. Dezember 2011 im Alter von 91 Jahren in Köln gesorben – gestern, am Neujahrstag, wäre er 92 Jahre alt geworden.
Von ihm stammt das oft belachte Bonmot: „Die allzu intime Kenntnis des Inhaltes von Büchern nimmt die Unbefangenheit beim Verkaufsgespräch“. Wirtschaftliches Denken war dem leidenschaftlichen Buchhändler für die Verbreitung von Büchern wichtig.
Ich erinnere mich an einen fröhlichen, geistreichen Gesprächspartner und manche anregenden Stunden mit ihm im Kollegenkreis. Seine Familie schreibt treffend über ihn: „Er liebte seine Familie, die Bücher, die Berge, die Worte, die Kunst – und wir liebten ihn.“
Ich bin dankbar, dass ich Fridolin Hemmes noch kennenlernen durfte.
Seine Beerdigung ist am 4. Januar um 11 Uhr von der Trauerhalle des Kölner Friedhofs Melaten aus (Eingang Piusstraße).
CVZ
PS: Eben mailt Peter Uwe Sperber: „Auch ich trauere um Fridolin; mein erster Kontakt mit ihm war rund um die Buchhändler-Schule in Köln-Rodenkirchen (die heutigen Azubis kennen die gar nicht). Und später als junger Verlagsvertreter war ich gern bei ihm. Schon die Vorfreude auf den Besuche bei ihm, hat mich motiviert. Auch ich erinnere mich an viele amüsante, lehrreiche, aber immer menschlichen Gespräche mit ihm … er war einer der heute schon lange fehlenden Typen mit Witz (immer auch „hinter den Ohren“), vorauseilendem Sachverstand … und bereitwillig diesen zu teilen“!