Die Idee ist einfach: Es ist ein einfacher Beutel, aber da kommen keine Pflegeartikel rein, sondern Bücher. Verkauft wird er zum Preis von 1,99 Euro, davon bekommt die Stadtbücherei einen Euro. Mit einem pfiffigen Wortspiel hat Matti Holtmann, Thalia-Filialleiter in Weimar, seiner Aktion auf einen Begriff gebracht, der die Sympathien auf seine Seite bringen dürfte: „Weimarer Kulturbeutel“.
Groß aufgemacht berichtet darüber die Thüringer Landeszeitung heute. 500 Kulturbeutel warten nun erst einmal auf einen Käufer respektive auf eine Käuferin. „Damit Kultur zum Tragen kommt“ lautet das inoffizielle Motto der Aktion. „Ich weiß, dass die Bücherei jedes Jahr aufs Neue ums Geld kämpfen muss. Wir wollen einen kleinen Beitrag leisten, um die Not zu lindern“, zitiert die Zeitung den Buchhändler. Die Bücherei hat nun einen Briefkasten angebracht, in den Leser Wunschzettel einwerfen können: Welcher Roman fehlt? Welcher Band einer Reihe ist nicht vorhanden? Kinder und Erwachsene würden den Briefkasten nutzen, stehe hinter einem Wunsch ein allgemeines Interesse, könne man das Buch erwerben.