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Ende des Bertelsmann-Prinzips: Thomas Rabe will Bertelsmann stärker zentralisieren

Der designierte Vorstandschef der Bertelsmann AG, Thomas Rabe (46), will die Rolle der Gütersloher Hauptverwaltung deutlich stärken. Dies berichtet das manager magazin in seiner heute erscheinenden Ausgabe unter Berufung auf Unternehmensinsider.

Der dezentral organisierte Konzern mit den Sparten Fernsehen (RTL), Zeitschriften (Gruner+Jahr), Dienstleistungen (Arvato) und Buchverlage (Random House) will namentlich seinen Einfluss bei „Kapital-Allokationen“ (Investitionen), „Neugeschäft“ und „Personalmanagement“ erhöhen und hier teilweise die Federführung übernehmen.

Sollte etwas dran sein, dann wäre das das Ende des Bertelsmann-Prinzips, mit dem Reinhard Mohn seinen Konzern groß gemacht hat. Das wäre der „Beginn eines fundamentalen Kulturwandels“, so das manager magazin. Erst in diesem Jahr hatte sich die Arvato neu strukturiert. spannend wird die Frage, in wie fern sich das auf das verlegerische Prinzip bei Random House auswirkt.

Rabe übernimmt die Führung des größten Medienunternehmens Europas am 1. Januar. Der amtierende Vorstandsvorsitzende Hartmut Ostrowski (53) äußert sich im manager magazin erstmals öffentlich über die Gründe seines Abschieds: „Ich selbst habe gemerkt, dass ich nach vier anstrengenden, aber erfolgreichen Jahren persönlich nicht mehr im Vollbesitz der notwendigen Kräfte für eine zweite Amtsperiode bin.“ Ein „freundschaftlicher Wechsel im Vorstandsvorsitz“ liege „im besten Interesse des Unternehmens“.

Wie das Hamburger Wirtschaftsmagazin berichtet, habe Bertelsmann bereits Anfang 2010 die Ablösung Ostrowskis betrieben, der sein Amt erst Anfang 2008 angetreten hatte. Rabe hat bereits diverse Personalentscheidungen getroffen. Laut manager-magazin-Informationen soll unter anderem soll der langjährige Chef der Konzernentwicklung, Dirk Refäuter, das Haus verlassen.

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